Die Selbstbehauptung Europas: Perspektiven für das 21 - Jahrhundert
Autor:
Helmut Schmidt, Ausgabe vom 1. Okt. 2000, Gebunden, Verkaufsrang 539307
Buch:
Die Zukunft der Alterssicherung
Autor:
Diether Döring, Ausgabe vom 2002, Taschenbuch, Verkaufsrang 1150385
Buch:
Stalin wollte ein anderes Europa
Autor:
Wladimir K. Wolkow, Harald Neubert, Ausgabe vom 2003, Taschenbuch, Verkaufsrang 1331217
Buch:
Wofür wir kämpfen
Autor:
Guillaume Faye, Ausgabe vom 28. April 2006, Broschiert, Verkaufsrang 79587
Buch:
Balkan-Mafia - Staaten in der Hand des Verbrechens - Eine Gefahr für Europa
Autor:
Norbert Mappes-Niediek, Ausgabe vom 22. Sept. 2003, Taschenbuch, Verkaufsrang 651224
Aus der Amazon.de-Redaktion Fast zur selben Stunde, als der Verlag diese aufrüttelnde wie deprimierende Bestandsaufnahme über die Macht der organisierten Kriminalität in den Nachfolgestaaten des ehemaligen Jugoslawien und anderer Balkanländern auslieferte, wurde mitten im Belgrader Regierungsviertel der serbische Ministerpräsident Zoran Djindjic erschossen. Der frei gewählte Regierungschef galt - vor allem im Westen - als Hoffnungsträger für eine Annäherung Serbiens an die Europäische Union. Der Kampf gegen das organisierte Verbrechen gehörte zu den erklärten Leitlinien seiner Politik. Dabei ist keineswegs ausgemacht, ob Djindjic selbst über jeden Zweifel erhaben ist. Denn hartnäckig halten sich Gerüchte, er habe Geld von Drogenhändlern erhalten. In jedem Fall aber hatte er sich notgedrungen in der einen oder anderen Weise mit den bestehenden Machtverhältnissen arrangiert. Unterm Strich muss man aus dem gut recherchierten Report des freien Südosteuropa-Korrespondenten Norbert Mappes-Niediek, der seit mehr als zehn Jahren für verschiedene deutsche Presseorgane - unter anderem für Die Zeit - aus der Region berichtet und 1994/1995 Berater des UNO-Sonderbeauftragten für das ehemalige Jugoslawien gewesen ist, das bedrückende Fazit ziehen: Die kriminellen Banden auf dem Balkan sitzen nach wie vor fest im Sattel sitzen, fester jedenfalls, als es nicht nur den Balkanstaaten selbst lieb sein kann. Mappes-Niediek plädiert mit überzeugenden Argumenten für ein tatkräftiges Engagement der EU auf dem Balkan, das im Übrigen nicht nur im Interesse Westeuropas liege, sondern von der überwiegenden Zahl der dortigen Bevölkerung begrüßt wird. Denn Westorientierung ist "auf dem westlichen Balkan eine stabile Grundstimmung": "Rechtstaatlichkeit, Demokratie und Marktwirtschaft stehen nur bei einer Minderheit in Frage." Über die weit gestreckten Aktivitäten dieser effektiv in Banden organisierten Minderheit gibt der vorliegende Band ebenso ausführlich Auskunft wie darüber, wie weit der lange Arm dieser Kriminellen in die Regierungsapparate hinein reicht. -Andreas Vierecke