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Der Baader-Meinhof-Komplex - Stefan Aust
Buch:Der Baader-Meinhof-Komplex
Autor:Stefan Aust, Ausgabe vom 11. Aug. 2008, Taschenbuch, Verkaufsrang 18927
Preis: 10,00 EUR (Versandkostenfrei, Lieferbedingungen s.u.)
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Aus der Amazon.de-Redaktion
Gerade noch rechtzeitig, bevor sich das 68-er Jubiläumsjahr mit dem Kinostart des oskarverdächtigen Spielfilms Der Baader Meinhof Komplex zu Ende neigt, hat der Autor der Drehbuchvorlage, Stefan Aust, eine neue Version seines gleichnamigen Werkes von 1985 vorgelegt. Natürlich drängt sich bei diesem Timing der Verdacht auf, es ginge dem unlängst geschassten Chefredakteur des Nachrichtenmagazins Der Spiegel darum, beflügelt vom Hype um den Film noch einmal kräftig Kasse zu machen. Doch die Anschaffung des inzwischen auf knapp 900 Seiten angewachsenen Opus Magnus von Aust lohnt sich tatsächlich! Nicht umsonst galt Austs ebenso präzise wie unvoreingenommene Chronik der Ereignisse vom Juni 1967 bis zum "Deutschen Herbst" 1977 schon bald nach Erscheinen der Erstauflage als Standardwerk. Die Eliminierung von Fehlern, die Anreicherung mit weiteren Details und die Illustration mit Fotos, die der Autor für die dritte Ausgabe geleistet hat, wird diesen Anspruch sicherlich weiter zementieren. Erstehanderfahrungen und die persönliche Bekanntschaft mit etlichen Akteuren der RAF und deren Umfeld machten das Buch seit jeher so einzigartig und authentisch. Dabei hat es der Sache nur wenig Abbruch getan, dass Aust, der sich seine ersten Sporen noch unter der Ägide von Ulrike Meinhof bei der linksradikalen Postille Konkret verdiente, mit dem Verdikt des Revisionisten und Karrieristen im inneren Zirkel der RAF stets auf eine Mauer des Schweigens stieß. Durchbrochen lediglich von einer Handvoll Renegaten, die sich vor allzu unvorsichtigen Äußerungen freilich gehütet haben dürften, um ihre Bewährung nicht zu gefährden. Vor allem im Umgang mit ihnen und den offiziellen Quellen, die noch immer weit davon entfernt sind, ungefiltert zu sprudeln, ist investigatives Gespür gefragt. Und über ein solches verfügt der alte Hase des Enthüllungsjournalismus zweifellos in einem weit höheren Maße als die meisten anderen Publizisten, die sich in den letzten Jahrzehnten mit der RAF auseinandergesetzt haben. Trugen bei der Neuausgabe von 1997 vor allem Unterlagen des Ministeriums für Staatssicherheit (MfS) sowie Aussagen einiger in der DDR untergetauchter RAF-Mitglieder zur weiteren Erhellung des dunkelsten Kapitels der deutschen Nachkriegsgeschichte bei, so kreist Austs Spot diesmal über den zwielichtigen Machenschaften westdeutscher Geheimdienstler, die er schon in seiner TV-Dokumentation beleuchtete. Auch in dieser Hinsicht eine erhellende Lektüre! Roland Detsch, literaturanzeiger.de


Leserbewertungen:
Durchschnitt: 4.5 von 5 möglichen Punkten (insgesamt 112 Bewertungen)

Leserkommentare:*
Genial - und natürlich ist alles bereits dazu gesagt (5 von 5 Punkten) meint H.M. aus Catalköy, Nordzypern
Selten kam ein Journalist und Autor mit den Akteuren seines politischen Sachbuchs in einen so engen Kontakt, wie Stefan Aust. Denn er war - wenn auch nur zu einem relativ geringen Teil - selbst Gegenstand seines Plots. Er befreite 9/1970 auf eigene Initiative die Zwillingstöchter von Ulrike Meinhof (von der RAF nach Sizilien verschleppt) mit Hilfe des RAF-Aussteigers Peter Homann und führte sie deren Vater zu, der das Sorgerecht hatte. Dem aus Rachegelüsten gegen Aust durchgeführten Mordanschlag konnte er vorgewarnt entkommen.
Dieses großartige Sachbuch vermittelt, wie kein Zweites, Einblick in ein von Vielen verdrängtes Thema der deutschen Nachkriegsgeschichte. Immer wieder geäußerte Vorwürfe, das Buch bewege sich auf einem schmalen Grat zwischen Sachbuch und Räuberpistole, erscheinen mir oberflächlich, denn wer es aufmerksam liest, erkennt, dass der Sachverhalt eben eine nahezu unglaubliche Räuberpistole ist.
Mir liegt eine Ausgabe der 2008 erschienenen Neuauflage vor, die kurz vor dem Start des Eichinger Films Der Baader-Meinhof-Komplex erschien, und ich gebe zu, ich habe selten ein so detailgetreu recherchiertes Sachbuch zu einem politischen Thema gelesen wie dieses. Zu Recht darf man es als DAS STANDARDWERK zur frühen RAF bezeichnen, denn - und davon wird der mit Sicherheit schnell interessierte und gefesselte Leser ausgehen - dieser hartnäckige Rechercheur hatte und hat unvergleichliche Möglichkeiten, eben durch seine frühen Kontakte zur Szene (bereits 1967 hatte er in der Redaktion des linken Magazins KONKRET die damalige Kolumnistin Ulrike Meinhof kennengelernt), die jedem Anderen verschlossen bleiben mussten.
*Der Angriff kam aus dem Innersten der Gesellschaft, von den eigenen Kindern*, sagte Aust und lässt seine Philosophie bei Aufbau des Buches und Bearbeitung des Themas erkennen, wenn er in seinem Vorwort unter anderem schreibt: *Dieses Buch sollte und soll keine Anklageschrift sein und nicht das Plädoyer eines Verteidigers. Es ist auch kein Urteil, weder in juristischer noch in moralischer Hinsicht. Es soll ein Protokoll sein, eine Chronik der Ereignisse ... *

Das ist ein Teil der Geschichte, die wir *68er* hautnah in Frankfurt mitverfolgten und mehr oder weniger auch miterlebten. Der Teil, in der eine kleine Gruppe dilettantisch agierender Linksradikaler ihr Konzept der *Stadtguerilla* auch durch ihre anfangs ebenso dilettantische Bekämpfung propagieren konnten. Erst die überzogene Aufmerksamkeit, die hektische Bekämpfung und letztlich die mit teilweise fragwürdigen Mitteln durchgeführte juristische Abarbeitung, ermöglichten die unheilvolle Entfaltung ihrer durchaus unausgereiften Thesen.
Ein MUSS für den politisch und gesellschaftlich interessierten Menschen in Deutschland. HMcM


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Hurra, wir kapitulieren!: Von der Lust am Einknicken - Henryk M. Broder
Buch:Hurra, wir kapitulieren!: Von der Lust am Einknicken
Autor:Henryk M. Broder, Ausgabe vom 5. Nov. 2007, Taschenbuch, Verkaufsrang 5712
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Mann, sind die alle blöd! Henryk M. Broder, bekannt für seine scharfzüngigen Glossen im Spiegel, hat diesmal 180 Seiten gebraucht, um diese Erkenntnis zu formulieren. Ein Buch, in dem deutsche Tageszeitungen, französische Politiker, sächsische Entführungsopfer, Peter Zadek und noch viele mehr den immergleichen Vorwurf einstecken müssen: Ihr habt vor dem Islam kapituliert! Wer würde bestreiten, dass eine Auseinandersetzung Not tut? Wer könnte leichthin sagen, die Bedrohungen durch Anschläge und Kofferbomben nähmen nicht zu? Doch sind die Mittel, die Broder wählt, wirklich die passenden? Er erklärt Ehre, Respekt und Unterwerfung zu den Primärtugenden der Moslems - in Gegenüberstellung zu den vietnamesischen Tugenden des Fleißes und der Lernbegierde. Das sei dann der Grund dafür, dass Vietnamesen besser in die deutsche Gesellschaft integriert sind als Moslems aus der Türkei und den arabischen Ländern. Broder meint an anderer Stelle aber auch, der Islam habe Tempo, Stil und Autorität - im Gegensatz zur Langsamkeit, zur Schwerfälligkeit des westlichen Systems, das noch nicht einmal "sexy" sei. Damit wird dann die Bedrohung durch den Islam erklärt. Und so geht es einem öfter bei diesem Buch: dass man nicht mehr weiß, was der Dichter mir damit sagen will? Und noch drängender stellt sich die Frage: Warum sagt er es mir auf so vielen Seiten? Meyers Lexikon definiert eine publizistische Glosse als "kurzen, polemischen Kommentar zu aktuellen Ereignissen". Polemisch ist das Buch, aktuell und wichtig sind die Ereignisse, die besprochen werden, auch. Aber kurz? - Mathias Voigt, Literaturtest


Leserbewertungen:
Durchschnitt: 4.0 von 5 möglichen Punkten (insgesamt 103 Bewertungen)

Leserkommentare:*
Ein Muss für alle die noch nicht aufgegeben haben (5 von 5 Punkten) meint D.L.
Das Buch bestärkt all jene die immer schon vermutet haben oder hinter vorgehaltener Hand darüber sprachen, dass gerade wir deutschen immer nur die Schuld zu tragen haben, uns von all dem Gutmenschen Vorwürfe machen zu lassen haben. Sein es die Ewiggestrigen, die schon genannten verblendeten Gutmenschen oder unser integrationsresistenten Rechtgläubigen. Schuld an allem sind wir und wir nehmen diese gerne an. Broder trifft wieder ins Schwarze und hat ebenso wie Ulfkotte den Mum darüber zu reden und zu schreiben. Danke

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Brief an ein christliches Land: Eine Abrechnung mit dem religiösen Fundamentalismus - Sam Harris
Buch:Brief an ein christliches Land: Eine Abrechnung mit dem religiösen Fundamentalismus
Autor:Sam Harris, Ausgabe vom 10. März 2008, Gebunden, Verkaufsrang 12269
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Lesen Sie dieses Buch, und wenn es das Letzte ist, was Sie tun. Es wird Sie verändern. (Richard Dawkins, Autor von "Der Gotteswahn")

Leserbewertungen:
Durchschnitt: 5.0 von 5 möglichen Punkten (insgesamt 14 Bewertungen)

Leserkommentare:*
Wenn die Logik den Glauben erdolcht. (5 von 5 Punkten) meint *. aus Hamburg
Ich habe das Buch geschenkt bekommen, weil ich mit meinen Fragen immer "hinterfrage". Nun ist es gelesen und ich bin begeistert. Dieses Büchlein versetzt dem Glauben einige sehr präzise Stiche und dennoch hat es mich streckenweise schier aus den Socken gehoben, weil ich nicht wusste wie es in den USA um den erzkonservativen Glauben bestellt ist. Sam Harris hat einen deftigen, teilweise wütenden Brief an seine Landsleute geschrieben und zum objektiven Nachdenken aufgefordert. Ob die "Taube-Ohren-Gläubigen" aber auch nur einen Satz davon an sich heranlassen, ist äußerst zweifelhaft.
Dennoch, wer selbst manchmal gerne einige Wortgefechte führt, dem hat Harris jetzt kaum weg zu diskutierende, logische Argumente in die Hand gegeben, welche schwer zu verdauen sein dürften. Was mich an dem Buch begeistert hat, ist die Möglichkeit sich an den Beispielen und Zeilen entlang zu bewegen. Man kann sie drehen und wenden, darüber grübeln und mit den eigenen Gedanken gleich ein paar weitere Fragen ausbuddeln.
Ich habe es übrigens von einer Katholikin geschenkt bekommen. Vielleicht ist doch noch nicht alles im ...!

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Der Baader-Meinhof-Komplex Das Standardwerk Vollständig aktualisiert - Erstmals mit Fotos - Alle Fakten - Alle Details - Stefan Aust
Buch:Der Baader-Meinhof-Komplex Das Standardwerk Vollständig aktualisiert - Erstmals mit Fotos - Alle Fakten - Alle Details
Autor:Stefan Aust, Ausgabe vom Sept. 2008, Gebunden, Verkaufsrang 10923
Preis: 26,00 EUR (Versandkostenfrei, Lieferbedingungen s.u.)
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Dieses Buch ist weder eine Anklageschrift,noch ein Plädoyer,noch ein Urteil, sondern Protokoll,eine Chronik der Ereignisse von 1967, als ein Polizist Benno Ohnesorg erschossen hat.Die vielen neuen Fakten die derweilen - auch dank Stefan Austs eigenen Recherchen - ans Tageslicht gekommen sind, machten eine vollständige Überarbeitung u. Neuauflage d. Buches nötig:detaillierter u.brisanter denn je ist dies die revidierte 3.Auflage seit dem 1.Erscheinen 1985.Wer immer sich künftig über die RAF, ihre Ursprünge, ihre Struktur und ihre Figuren ein Bild machen will, er wird den AUST lesen müssen !
Gerade noch rechtzeitig, bevor sich das 68-er Jubiläumsjahr mit dem Kinostart des oskarverdächtigen Spielfilms Der Baader Meinhof Komplex zu Ende neigt, hat der Autor der Drehbuchvorlage, Stefan Aust, eine neue Version seines gleichnamigen Werkes von 1985 vorgelegt. Natürlich drängt sich bei diesem Timing der Verdacht auf, es ginge dem unlängst geschassten Chefredakteur des Nachrichtenmagazins Der Spiegel darum, beflügelt vom Hype um den Film noch einmal kräftig Kasse zu machen. Doch die Anschaffung des inzwischen auf knapp 900 Seiten angewachsenen Opus Magnus von Aust lohnt sich tatsächlich! Nicht umsonst galt Austs ebenso präzise wie unvoreingenommene Chronik der Ereignisse vom Juni 1967 bis zum "Deutschen Herbst" 1977 schon bald nach Erscheinen der Erstauflage als Standardwerk. Die Eliminierung von Fehlern, die Anreicherung mit weiteren Details und die Illustration mit Fotos, die der Autor für die dritte Ausgabe geleistet hat, wird diesen Anspruch sicherlich weiter zementieren. Erstehanderfahrungen und die persönliche Bekanntschaft mit etlichen Akteuren der RAF und deren Umfeld machten das Buch seit jeher so einzigartig und authentisch. Dabei hat es der Sache nur wenig Abbruch getan, dass Aust, der sich seine ersten Sporen noch unter der Ägide von Ulrike Meinhof bei der linksradikalen Postille Konkret verdiente, mit dem Verdikt des Revisionisten und Karrieristen im inneren Zirkel der RAF stets auf eine Mauer des Schweigens stieß. Durchbrochen lediglich von einer Handvoll Renegaten, die sich vor allzu unvorsichtigen Äußerungen freilich gehütet haben dürften, um ihre Bewährung nicht zu gefährden. Vor allem im Umgang mit ihnen und den offiziellen Quellen, die noch immer weit davon entfernt sind, ungefiltert zu sprudeln, ist investigatives Gespür gefragt. Und über ein solches verfügt der alte Hase des Enthüllungsjournalismus zweifellos in einem weit höheren Maße als die meisten anderen Publizisten, die sich in den letzten Jahrzehnten mit der RAF auseinandergesetzt haben. Trugen bei der Neuausgabe von 1997 vor allem Unterlagen des Ministeriums für Staatssicherheit (MfS) sowie Aussagen einiger in der DDR untergetauchter RAF-Mitglieder zur weiteren Erhellung des dunkelsten Kapitels der deutschen Nachkriegsgeschichte bei, so kreist Austs Spot diesmal über den zwielichtigen Machenschaften westdeutscher Geheimdienstler, die er schon in seiner TV-Dokumentation beleuchtete. Auch in dieser Hinsicht eine erhellende Lektüre! Roland Detsch, literaturanzeiger.de

Leserbewertungen:
Durchschnitt: 4.5 von 5 möglichen Punkten (insgesamt 112 Bewertungen)

Leserkommentare:*
Genial - und natürlich ist alles bereits dazu gesagt (5 von 5 Punkten) meint H.M. aus Catalköy, Nordzypern
Selten kam ein Journalist und Autor mit den Akteuren seines politischen Sachbuchs in einen so engen Kontakt, wie Stefan Aust. Denn er war - wenn auch nur zu einem relativ geringen Teil - selbst Gegenstand seines Plots. Er befreite 9/1970 auf eigene Initiative die Zwillingstöchter von Ulrike Meinhof (von der RAF nach Sizilien verschleppt) mit Hilfe des RAF-Aussteigers Peter Homann und führte sie deren Vater zu, der das Sorgerecht hatte. Dem aus Rachegelüsten gegen Aust durchgeführten Mordanschlag konnte er vorgewarnt entkommen.
Dieses großartige Sachbuch vermittelt, wie kein Zweites, Einblick in ein von Vielen verdrängtes Thema der deutschen Nachkriegsgeschichte. Immer wieder geäußerte Vorwürfe, das Buch bewege sich auf einem schmalen Grat zwischen Sachbuch und Räuberpistole, erscheinen mir oberflächlich, denn wer es aufmerksam liest, erkennt, dass der Sachverhalt eben eine nahezu unglaubliche Räuberpistole ist.
Mir liegt eine Ausgabe der 2008 erschienenen Neuauflage vor, die kurz vor dem Start des Eichinger Films Der Baader-Meinhof-Komplex erschien, und ich gebe zu, ich habe selten ein so detailgetreu recherchiertes Sachbuch zu einem politischen Thema gelesen wie dieses. Zu Recht darf man es als DAS STANDARDWERK zur frühen RAF bezeichnen, denn - und davon wird der mit Sicherheit schnell interessierte und gefesselte Leser ausgehen - dieser hartnäckige Rechercheur hatte und hat unvergleichliche Möglichkeiten, eben durch seine frühen Kontakte zur Szene (bereits 1967 hatte er in der Redaktion des linken Magazins KONKRET die damalige Kolumnistin Ulrike Meinhof kennengelernt), die jedem Anderen verschlossen bleiben mussten.
*Der Angriff kam aus dem Innersten der Gesellschaft, von den eigenen Kindern*, sagte Aust und lässt seine Philosophie bei Aufbau des Buches und Bearbeitung des Themas erkennen, wenn er in seinem Vorwort unter anderem schreibt: *Dieses Buch sollte und soll keine Anklageschrift sein und nicht das Plädoyer eines Verteidigers. Es ist auch kein Urteil, weder in juristischer noch in moralischer Hinsicht. Es soll ein Protokoll sein, eine Chronik der Ereignisse ... *

Das ist ein Teil der Geschichte, die wir *68er* hautnah in Frankfurt mitverfolgten und mehr oder weniger auch miterlebten. Der Teil, in der eine kleine Gruppe dilettantisch agierender Linksradikaler ihr Konzept der *Stadtguerilla* auch durch ihre anfangs ebenso dilettantische Bekämpfung propagieren konnten. Erst die überzogene Aufmerksamkeit, die hektische Bekämpfung und letztlich die mit teilweise fragwürdigen Mitteln durchgeführte juristische Abarbeitung, ermöglichten die unheilvolle Entfaltung ihrer durchaus unausgereiften Thesen.
Ein MUSS für den politisch und gesellschaftlich interessierten Menschen in Deutschland. HMcM


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Heiliger Krieg in Europa: Wie die radikale Muslimbruderschaft unsere Gesellschaft bedroht - Udo Ulfkotte
Buch:Heiliger Krieg in Europa: Wie die radikale Muslimbruderschaft unsere Gesellschaft bedroht
Autor:Udo Ulfkotte, Ausgabe vom 2. Febr. 2009, Taschenbuch, Verkaufsrang 13332
Preis: 8,95 EUR (Versandkostenfrei, Lieferbedingungen s.u.)
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Udo Ulfkotte lebt gefährlich! Das weiß vermutlich niemand besser als er selbst. Wer es nämlich wagt, die Gefahren klar zu benennen, die von der in unserer offenen Gesellschaft schnell wachsenden Gruppe radikaler Islamisten ausgehen, gerät schnell in deren Fadenkreuz. Das haben nicht wenige Publizisten schon am eigenen Leib erfahren müssen. Manche, wie etwa der niederländische Filmemacher Theo van Gogh, haben für ihre allzu deutliche Islamkritik schon mit dem Leben bezahlen müssen. Deutliche Drohungen in diese Richtung hat es auch gegen Ulfkotte schon gegeben, der bereits in seinem Buch Der Krieg in unseren Städten. Wie radikale Islamisten Deutschland unterwandern seine wohlbegründete Einschätzung dargelegt hatte, dass die Gefährdung zentraler Grundwerte unserer Gesellschaft - auch der Pressefreiheit - durch den Islamismus ein nicht mehr zu tolerierendes Maß erreicht hat. Heiliger Krieg in Europa zeichnet ein noch düstereres Bild von der Bedrohung, die insbesondere von der von Ulfkotte mutig als "islamofaschistisch" charakterisierten Muslimbruderschaft nicht nur für "abtrünnige" Muslime oder unliebsame Kritiker, sondern für die demokratische Gesellschaftsordnung in Europa insgesamt ausgeht. Die Lektüre des akribisch recherchierten Berichts über die Macht und die Machenschaften der Muslimbruderschaft, die sich nicht weniger als den Umsturz der bestehenden demokratischen Staats-, Rechts- und Gesellschaftsordnung in Europa auf die Fahnen geschrieben hat, an deren Stelle sie ein islamisches Kalifat unter dem Recht der Scharia errichten will, lässt den Leser immer wieder ungläubig den Kopf schütteln. Doch die gut belegten und für jeden nachprüfbaren Fakten, die der Autor vor uns ausbreitet, sprechen für sich! Vor diesen Fakten aus falsch verstandener Toleranz die Augen zu verschließen, wäre grob fahrlässig! "Der Islam", resümiert der Autor des unbedingt lesenswerten Bandes zutreffend, "ist in Europa genauso vielgestaltig wie die Ursprungsländer der Gläubigen. Doch wenn Europa dabei versagt, die muslimischen Einwanderer zu integrieren, dann wird die Religion die Ausgestoßenen als Identitätsstifter verbinden. Und deshalb sollten wir alles unternehmen, um friedfertige, unsere demokratischen Werte befürwortende Muslime zu integrieren, jegliche Radikalität oder gar hasserfüllten Islamismus aber mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln bekämpfen". - Andreas Vierecke, Literaturanzeiger.de
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Durchschnitt: 4.0 von 5 möglichen Punkten (insgesamt 38 Bewertungen)

Leserkommentare:*
Entspricht leider der Wahrheit... (5 von 5 Punkten) meint E.K.j. aus Baden-Württemberg
.....dessen was in Deutschland und der EU momentan alles in dieser Richtung passiert. Leider wird es von den Medien verschwiegen oder so verfälscht das keinerlei Rückschlüsse auf die Islamisten gezogen werden können. Durch meine muslimische Ehefrau habe ich auch teilweise mir unangenehme und den in dem Buch entsprechenden Tatsachen zur Kenntniss genommen ! Die meisten Migranten wollen sich wirklich nicht integrieren und leben parallel neben unserer Gesellschaft nebenher, haben kaum einen Deutschen oder andersweitige Christen im Freundeskreis. Es wird in ihrer Sprache gesprochen und es wird z.B. von mir immer wieder erwartet das ich ihre Sprache lerne anstatt auf die Idee zu kommen mal endlich deutsch zu lernen weil sie ja nun schon ewig in Deutschland leben und arbeiten !!! Glücklicherwiese ist es in meiner Kleinstadt noch weit von den Zuständen entfernt die in diesem Buch beschrieben werden und hauptsächlich Großstädte wie Berlin, London, Paris,ec. betrifft. Aber es wird überall so weit kommen wenn die Politiker und Bürger weiterhin zuviel Torleranz und Mitgefühl mit den Islamisten betreiben und die Medien vor ihnen kuschen. Momentan ist es in Europa wirklich so das wir uns den Migranten anpassen und nicht umgekehrt. In Saudi Arabien, Dubai oder Algerien dürften wir sicher keine risigen Kirchen hinstellen wie die Muslime Moscheen bei uns, um nur ein Beispiel zu nennen. Die dortigen Muslime würden sich mit dem Finger an den Kopf tippen und wahrscheinlich gewaltsame Proteste dagegen machen....... Leute wacht auf !!!

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Die Terrorflüge (Terrorlüge): Der 11 - September 2001 und die besten Beweise, dass wirklich alles anders war - Andreas von Rétyi
Buch:Die Terrorflüge (Terrorlüge): Der 11 - September 2001 und die besten Beweise, dass wirklich alles anders war
Autor:Andreas von Rétyi, Ausgabe vom 26. Okt. 2007, Gebunden, Verkaufsrang 82354
Preis: 19,95 EUR (Versandkostenfrei, Lieferbedingungen s.u.)
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In offiziellen "Studien" zum 11. September 2001 wurden Daten verfälscht, brisante Informationen verschwiegen, wichtige Zeugen mundtot gemacht, Fakten vernebelt und Beweise eiligst beseitigt. Wirklich alles deutet darauf hin, daß der gigantische Terroranschlag vom 11. September 2001 von geheimen Kräften innerhalb der US-Regierung gesteuert wurde.
• Was verbergen FBI und US-Geheimdienste?
• Warum verschwand wichtiges Beweismaterial?
• Warum verhinderte Dick Cheney den Abschuß der Maschinen?
• Wo wurde 9/11 geplant?
• Was bereiteten die mysteriösen Techniker im WTC vor?
• Wer waren die Ingenieure in den Unglücks-Maschinen?
• Konnten die Wolkenkratzer ohne gezielte Sprengungen mit Fallgeschwindigkeit stürzen?
• Warum explodierten die Untergeschosse des WTC?
• Was hat es mit der geheimnisvollen Frachtmaschine auf sich?
• Wurden die Entführer entführt?
• Warum wurde die US-Verteidigung vollständig lahm gelegt?
• Wer suchte den Himmel nach der zweiten Boeing ab?
• Warum mußte Gebäude 7 zerstört werden?
• Zählt auch der Mossad zur 9/11-Verschwörung?
• Wer waren die Kameraleute, die auf die Einschläge warteten?
• Arbeiten die US-Behörden mit gefälschten Daten?
• Welche Rolle spielte bin Laden wirklich?
• Warum werden unabhängige Forschungen verhindert?
Seit 2001 hat sich viel getan. Nein, nicht von offizieller Seite. Doch unabhängige Forscher haben neue brisante Beweise und bislang unbekannte Fakten ans Licht gebracht, die einiges ändern.
Nun faßt Andreas v. Rétyi die aktuelle Sachlage zusammen. Er sprach dazu mit Geheimdienstlern, geht auf kaum bekannte Vorkommnisse ein und zeichnet die Spuren von 9/11 konsequent nach. Der Autor läßt Experten persönlich zu Wort kommen, berichtet über verfolgte und bedrohte Zeugen und stellt eine beeindruckende Kette schlüssiger Belege dafür vor, daß 9/11 eben doch ganz anders war.

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Durchschnitt: 4.5 von 5 möglichen Punkten (insgesamt 13 Bewertungen)

Leserkommentare:*
Entlarft (5 von 5 Punkten) meint S. aus Rorschach, CH
Schon damals, als ich im TV die Anschläge von 9/11 sah,kam es mir recht kurios vor. meine erste Frage, dieich mir stellte: Kann es Zufall sein, dass die Fernsehkameras genau zu diesem Zeitpunkt rund um die Twintowers plaziert waren? je länger ich mich mit diesem Thema auseinander setzte, desto mehr kamen mir Zweifel über die Richtigkeit der Behauptung eines Terroranschlages und je länger je mehr kam mir der Verdacht auf, dass dies ein von G.W. Bush gemachtes Ereignis ist, um im Irak und Afghanistan einmarschieren zu können.
Das vorliegende Buch zeigt in der ganzen Fülle und noch mehr als mir bisher bekannt, dass meine Zweifel richtig waren. Hier wird schonunglos enthüllt, wie die ganze Menschheit seitens der US-Führung belogen wurde. Die Lügen gehen weiter - doch lesen Sie selbst, sie werden schnell wissen, was ich mit meiner Aussage meinen.
Ein sehr wertvolles Buch, das uns die Augen öffnet auch für andere Unzulänglichkeiten auf dieser Welt, uns all die Lügen, die auch in anderen Bereichen als dem "Terrorismus" aufgetischt werden, sensibilisiert.

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Die Stammheim-Bänder: Baader-Meinhof vor Gericht - Tondokument - Maximilian Schönherr
Hörbuch:Die Stammheim-Bänder: Baader-Meinhof vor Gericht - Tondokument
Autor:Maximilian Schönherr, Ausgabe vom Aug. 2008, Audio CD, Verkaufsrang 16672
Preis: 15,99 EUR (Versandkostenfrei, Lieferbedingungen s.u.)
Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden
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30 Jahre lagen sie im Staatsarchiv Ludwigsburg, jetzt gibt diese Auswahl aus 21 wieder aufgefundenen Tonbändern Einblick in den Stammheimer Gerichtsprozess gegen Andreas Baader, Gudrun Ensslin, Ulrike Meinhof und Jan-Carl Raspe. Sondergesetze, Misstrauensanträge der Verteidigung, Versuche der Angeklagten, ein Tribunal gegen den Vietnamkrieg und die Isolationsfolter zu schaffen - die Aufzeichnungen legen Zeugnis ab von hochaggressiven Wortwechseln und politischen Deklamationen. Ein Tondokument von politischer Wucht.

Leserbewertungen:
Durchschnitt: 4.5 von 5 möglichen Punkten (insgesamt 8 Bewertungen)

Leserkommentare:*
Selbstmord oder nicht (5 von 5 Punkten) meint S.R.
Die Bänder sind in jedem Fall hörenswert, wenngleich die Kritik im raum stehen bleibt das Maximilian Schönherr es als bewiesen ansieht das sich die RAF Aktivisten selbst umgebracht haben, was keineswegs ein faktum darstellt.

Die Brutalität mit der die Bundesrichter der BRD gegen die RAF Aktivisten "bitte entfernen sie baader wenn nötig mit Gewalt" und Hohn gegenüber der Verteidigung "protokollanmerkung von Schily" vorgehen ist in diesem audio Dokument gut zu erkennen.


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Tödlicher Irrtum: Die Geschichte der RAF - Butz Peters
Buch:Tödlicher Irrtum: Die Geschichte der RAF
Autor:Butz Peters, Ausgabe vom Juni 2007, Broschiert, Verkaufsrang 61798
Preis: 12,95 EUR (Versandkostenfrei, Lieferbedingungen s.u.)
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Aus der Amazon.de-Redaktion
Das Vorwort stimmt den Leser bereits programmatisch ein: "Sie halten nicht den 528. Versuch in der Hand, den deutschen ?Terrrorismus? abschließend zu erläutern. Auch nicht das 324. Unterfangen, das Unerklärbare zu erklären" ? Klingt dies nach seriösem Journalismus, nach dem ernsthaften Versuch, fast dreißig Jahre Terrorismus in der Bundesrepublik historisch aufzuarbeiten? Abarbeiten wäre vielleicht ein Begriff, dem Autor Butz Peters zustimmen könnte. Weder Analyse noch Ursachenforschung war seine Sache. "Was vor Ihnen liegt", so Peters, "ist die Rekonstruktion dessen, was die RAF in Deutschland anrichtete." Dies konnte man vom selben Autor zwar 1991 schon erfahren, im Zuge der aktuellen Reue- und Begnadigungsdiskussion jedoch ? so dachte man wohl -, konnte eine erweiterte Neuauflage das Thema noch einmal vertiefen!. 62 Tote. 250 Millionen Euro Schaden. 11 Millionen Seiten Ermittlungsakten. Ein trauriges Zahlenwerk, das die RAF hinterließ und das sich in Butz Peters akribischer, fast 900 Seiten starken Aufzählung ihrer Taten widerspiegelt. Nach dem "Prolog", der Ermordung des Treuhand-Chefs Rohwedder ("Das letzte Attentat"), beginnt Peters? Rückblende auf die "Vorgeschichte" der Studentenbewegung, der Frankfurter Kaufhausbrände 1968 und den einsetzenden Mythos der Baader-Meinhof-Gruppe. Zahllose Morde und Anschläge später dann das vorläufige Finale, der Deutsche Herbst 1977, der in der Ermordung Pontos und Schleyers, der Befreiung der Geiseln in Mogadischu und den Selbstmorden der Stammheim-Häftlinge gipfelte. Auch wenn Peters geheimnisreich vom "größten Tabu" der RAF spricht ? den durchaus geplanten Selbstmorden -, wirklich Neues hält sein Bericht nicht parat. Mit der dritten RAF-Generation und ihrer Selbstauflösung acht Jahre nach der deutschen Einheit, endet Peters ungeheure Recherchearbeit. Nicht jedoch, ohne die "13 Rätsel" zu präsentieren, ein wiewohl ernst gemeintes, nichtsdestotrotz makabres RAF-Quiz. In Ideen wie diesen offenbart sich das Problem von Peters journalistischer Gratwanderung. Dokufiktion, nannte es die TAZ biestig. Dieser "um Aufmerksamkeit buhlende Erzählton" (Süddeutsche Zeitung), der reihenweise abgehackt gestammelte Suspense-Sätze und einen gefährlich raunenden "Aktenzeichen XY"-Sound produziert, kann dem ernsten Thema eigentlich nur Schaden zufügen. -Ravi Unger


Leserbewertungen:
Durchschnitt: 4.5 von 5 möglichen Punkten (insgesamt 31 Bewertungen)

Leserkommentare:*
Deutsche Geschichte -fesseld erzählt (5 von 5 Punkten) meint U. aus Schwarzwald
Das Buch bekommt von mir 5 Sterne,da es der Autor geschafft hat,dass ich das Buch in einem Atemzug durchgelesen habe.Und Lesen soll ja auch Spaß machen.
Es ist deshalb auch geeignet,Jugendliche an die Geschichte der R.A.F. heranzuführen,die darüber ja eigentlich meistens gar nichts wissen.
Es ist spannend geschrieben,trotzdem sachlich und objektiv.
Ein Muss für die Schulbibliothek.

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Die Geschichte der RAF - Willi Winkler
Buch:Die Geschichte der RAF
Autor:Willi Winkler, Ausgabe vom 1. Okt. 2008, Broschiert, Verkaufsrang 56102
Preis: 9,95 EUR (Versandkostenfrei, Lieferbedingungen s.u.)
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Im Jahr 30 nach dem "Deutschen Herbst" 1977 ist eine ganze Reihe neuer Bücher über die "Rote Armee Fraktion" erschienen. Willi Winkler hat mit Die Geschichte der RAF sicherlich eines der lesenswertesten vorgelegt, auch weil es ihm - ohne nur im Geringsten das bloß noch Verbrecherische des Terrorismus der RAF zu relativieren - zu zeigen gelingt, aus welchem Humus und warum dieser Terrorismus erwachsen konnte und wie die RAF "halb willentlich, halb ahnungslos, aber besessen von einem heute unbegreiflichen jugendlichen Moralismus in die Brutalität hineingeriet". Die ersten Kapitel bieten einen kurzen historischen Rückblick auf die Zeit, in der nicht wenige in der Gewalt eine Option des "Widerstands" zu sehen begannen, der in mancher Hinsicht gewiss auch ein nachholender war. Winkler erinnert an die heute oft vergessen scheinenden tiefen gesellschaftlichen Verwerfungen infolge der Wiederbewaffnungsdebatte schon in den 50-er Jahren, an die "Schwabinger Krawalle", die sich 1962 an der Brutalität entzündeten, mit denen die Münchner Polizei drei jungen Musikern das Gitarrespielen nach Mitternacht austrieb, und an die bis mitten in die Gesellschaft reichenden Sympathien für die revoltierenden Studenten, deren Auflehnung sich nicht zuletzt gegen Repräsentanten einer Obrigkeit richtete, die ihnen nichts dazugelernt zu haben schien. Es folgen ebenso prägnante wie reflektierte Darstellungen der in der linken APO-Szene ausgetragenen Diskussion um Revolution und Guerillakampf, der Ereignisse des 2. Juni 1967, an dem der Student Benno Ohnesorg auf einer Demonstration von einem Polizisten erschossen wurde, des Attentats auf Rudi Dutschke, der Brandanschläge von Frankfurt 1968 und die Prozesse gegen die Brandstifter der Gründergeneration der RAF. Auch die nachfolgende, im Detail recht komplexe Geschichte der RAF, die mit ihrem Terror die Republik über drei "Generationen" und drei Jahrzehnte in Atem halten sollte, rekapituliert der Autor in allen wichtigen Details ebenso kenntnisreich wie im zeitgeschichtlichen Urteil souverän. Winklers Geschichte der RAF gehört zweifellos zu den besten Überblicksarbeiten, die bisher zu diesem düsteren Kapitel deutscher Nachkriegsgeschichte vorgelegt wurden. An ihrem Ende steht die Erkenntnis: "Der Sinn der Organisation RAF war ihr Scheitern." - Andreas Vierecke


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Durchschnitt: 4.0 von 5 möglichen Punkten (insgesamt 8 Bewertungen)

Leserkommentare:*
So anders, so gut und eindringlich (5 von 5 Punkten) meint f. aus Berlin
...wird hier junge deutsche Geschichte erzählt. Ich habe (fast) alles gelesen, was es über die RAF und den inner-deutschen Terrorismus zu lesen gibt, von links bis konservativ, von rechtfertigendem Pro bis kopfschüttelndem neoliberalem "Bild"-Gefasel.
Was hier als Taschenbuch vorliegt ist das Klügste und mit Abstand neutralste, was mir bis dato unterkam - Butz Peters und Stefan Aust zum Trotz.
Allein der Prolog ist so klar und ergreifend die Situationen beschreibend, dass man weder auf die Idee kommt, Sympathien zu verstärken oder Hass-Schübe zu erleben. Das Buch ist eine sehr, sehr gelungene Aufarbeitung, lockt mit Verstand und mahnt ohne erhobenen Zeigefinger.
Willi Winkler zitiert andere Autoren, nennt Querverweise, erklärt diese und korrigiert auch.
Streithähne über dieses Thema sollten dieses Buch lesen, um sich dann - Fehler und Irrglauben, Propaganda-Fallen und Presse-Enten aufgesessen zu sein eingestehend freuen, dass es schlaue Leute wie Willi Winkler gibt.


 Weitere Lesermeinungen

Der Tod wird euch finden: Al-Qaida und der Weg zum 11 - September - - Lawrence Wright
Buch:Der Tod wird euch finden: Al-Qaida und der Weg zum 11 - September -
Autor:Lawrence Wright, Ausgabe vom 11. Aug. 2008, Taschenbuch, Verkaufsrang 27922
Preis: 9,95 EUR (Versandkostenfrei, Lieferbedingungen s.u.)
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Aus der Amazon.de-Redaktion
Viel hat man schon gelesen über den islamistischen Kulturkrieg der Al-Qaida gegen den Westen und über Osama Bin Laden, mit dessen Namen und Geld das Terrornetz so eng verknüpft ist. Auch an Lektüren über den 11. September 2001 ist im Grunde kein Mangel. Hat Lawrence Wright dem mit Der Tod wird euch finden tatsächlich noch etwas hinzuzufügen? Allerdings! Das zu Recht mit dem Pulitzer-Preis ausgezeichnete, glänzend recherchierte, insgesamt bislang vielleicht scharfsinnigste und, nebenbei bemerkt, auch glänzend geschriebene Buch eröffnet völlig neue Perspektiven auf die Vorgeschichte des 11. September und fördert überraschende Details ans Tageslicht. Hunderte von Interviews hat Wright in den USA und auf seinen Reisen kreuz und quer durch den Nahen und Mittleren Osten geführt und dabei Dinge erfahren, die wir so noch nirgends gelesen haben. Osama Bin Laden etwa erscheint vor dem Hintergrund dessen, was Wright gut belegt über ihn zu berichten hat, weniger als geheimnisvoller Dämon, als vielmehr als gescheiterte Existenz mit massiven psycho-pathologischen Problemen. Auch die großen Führer in seiner Umgebung kommen kaum besser weg. Mancher scheinbar mit militärischer Finesse ausgetüftelter Terroranschlag erweist sich als mehr oder weniger zufälliges Produkt einer beinahe verzweifelten Improvisation. Fast schon will sich bei der Lektüre eine freilich sehr trügerische Beruhigung einschleichen - so gefährlich können solche Leute doch eigentlich gar nicht sein -, da drängt sich einem die Frage ins Bewusstsein, wie es denn dann eigentlich zum 11. September hat kommen können. Und die Antworten, die das Buch auf diese Frage bereit hält, sind denn auch alles andere als lustig. Denn auch die Protagonisten des amerikanischen Antiterrorkampfes, von denen Wright berichtet, geben, auch wenn man an manchen Stellen beinahe schon lachen muss, ein eher trauriges Bild ab? - Andreas Vierecke, Literaturanzeiger.de


Leserbewertungen:
Durchschnitt: 4.5 von 5 möglichen Punkten (insgesamt 14 Bewertungen)

Leserkommentare:*
Geschichte der Versäumnisse und Fehleinschätzung (5 von 5 Punkten) meint R.K. aus München
Lawrence Wright schildert in detaillierter Weise den Aufstieg Osama Bin Ladens zum gesuchtesten Führer des Terror-Netzwerkes der Al-Qaida und rekonstruiert die unglaubliche Vorgeschichte von 9/11. Darüber hinaus skizziert er die Lebensgeschichten und Bedeutung von handelnden Personen sowohl auf der Seite der Al-Qaida als auch im Umfeld ihrer bedeutendsten Gegenspieler auf Seiten der Sicherheitsbehörden. In erschreckender Weise wird dem Leser vor Augen geführt, dass die Entwicklung Bin Ladens und seines Terror-Netzwerks durchaus auf dem "Radar" der Sicherheitsbehörden absehbar war, aber die Bedeutung insgesamt als "zu grotesk, zu primitv und exotisch" angesehen und sie daher nicht ernst genommen wurde. Somit ist Lawrence Wright's Buch auch ein Bild der Versäumnisse, Fehleinschätzungen und mangelnden Analysefähigkeit. Die taz betitelt das Buch auch als das "Standardwerk über die Vorgeschichte des 11. September" und liegt damit genau richtig. Wer sich noch tiefer in die Materie einarbeiten bzw. mit ihr beschäftigen will, sollte zudem das Buch "Understanding Terror Networks" von Marc Sageman lesen. Beide Bücher zusammen komplettieren das Bild über das Terror-Neztwerk der Al-Qaida meint
Ralf Klewin-von Fintel

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