Product Description Mein Leben als Frau in den besten Jahren Erscheinungsjahr: 2009 Aus d. Amerikan. v. Theda Krohm-Linke Gewicht: 155 gr / Abmessungen: 183 mm x 115 mm Von Ephron, Nora / Übersetzt v. Krohm-Linke, Theda Wenn frau plötzlich eine Vorliebe für Stehkragen, Schals und Rollkragenpullover entwickelt, ist das ein untrügliches Zeichen dafür, dass sie in die "besten Jahre" gerät. Der Hals beginnt sich in Falten zu legen, und nicht mal die Kosmetikindustrie kann etwas dagegen tun. Entwaffnend offen, sehr persönlich und in ihrem einzigartigen, umwerfend witzigen Stil, schreibt Nora Ephron über das Älterwerden. Über verlegte Lesebrillen, erhöhte Aufwendungen für die "Instandhaltung" und blödsinnige Ratgeber, in denen behauptet wird, wie großartig es sei, alt zu werden ... Pressestimmen: "Entwaffnend offen und witzig." TV TODAY"In ''Der Hals lügt nie'' macht sich die begnadete Drehbuchautorin Nora Ephron mit schwarzem Humor über beknackte Dauerwellen, Faltencremes und all die Misslichkeiten lustig, die das Altern mit sich bringt." Kölner EXPRESS"Es ist nicht schön, alt zu werden, aber ziemlich amüsant." Obermain Tagblatt Leseprobe: Der Hals lügt nie / / Mein Hals gefällt mir nicht. Echt nicht. Wenn Sie meinen Hals sehen könnten, würde er Ihnen vielleicht auch nicht gefallen, aber Sie wären wahrscheinlich zu höflich, um sich etwas anmerken zu lassen. Und wenn ich dieses Thema Ihnen gegenüber erwähnen würde - so in der Art von "Ich finde meinen Hals schrecklich" -, dann würden Sie zweifellos etwas Nettes darauf erwidern, wie zum Beispiel "Ich weiß nicht, was Sie meinen". Sie würden natürlich lügen, aber das verzeihe ich Ihnen. Ich gebe ständig solche Lügen von mir - vor allem Freundinnen gegenüber, die mir erzählen, sie seien beunruhigt, weil sie Tränensäcke
Product Description Aus dem Leben eines bekennenden Kolumnisten Erscheinungsjahr: 2010 2. Aufl. Gewicht: 225 gr / Abmessung: 21 cm Von Zippert, Hans Zippert hat über 3000 Kolumnen geschrieben, war niemals krank, hat niemals Urlaub gemacht und hatte nur Samstags frei. Ein schreckliches, ein trostloses Leben, das man sich lieber gar nicht ausmalen möchte. Hans Zippert tut es trotzdem. Pressestimmen: "Der große deutsche Satiriker Hans Zippert: ein Welt-Wunder." Süddeutsche Zeitung
Buch:
Gauner muss man Gauner nennen: Von der Sehnsucht nach verlässlichen Werten
Autor:
Ulrich Wickert, Ausgabe vom Juli 2008, Taschenbuch, Verkaufsrang 132751
Aus der Amazon.de-Redaktion Gauner muss man Gauner nennen, meint Ulrich Wickert, der schon mit seinem Buch Der Ehrliche ist der Dumme seinem Unmut darüber Luft verschafft hatte, dass moralische Werte im täglichen Miteinander nicht mehr allzu viel zählen. Über kleinere (und auch manche größere) Gaunerei, mokierte sich der Autor damals, sähen viele allzu gern großzügig hinweg, weil so etwas für das persönliche Wohlleben oder den beruflichen "Erfolg" hin und wieder halt nötig sei. Gegen diese moralische Gleichgültigkeit setzt der Autor auch diesmal seine "Sehnsucht nach verlässlichen Werten" und diagnostiziert erfreut, dass er damit nicht mehr ganz allein ist: "Der Kult des Individuellen, die Egogesellschaft samt ihren spaßkulturellen Ausprägungen geraten mehr und mehr unter Druck." Als Ursache für die Rückbesinnung auf verlässliche Werte identifiziert er die von immer mehr Menschen angesichts kollabierender Sozialsysteme oder der wachsenden religiösen Fundamentalisierung in der globalisierten Welt tief empfundene Verunsicherung. Die Sehnsucht nach Verlässlichkeit und Geborgenheit bringe es dabei notwendig mit sich, so der Autor weiter, dass die Menschen sich auch nach so etwas wie Selbstbewusstsein sehnten. Denn nur wer wisse, wer er ist, und sich selbst annehme, könne "Verlässlichkeit finden und selbst verlässlich sein". Auch vor der Erörterung von Begriffen wie "Heimat" oder "Nation" scheut Wickert in diesem Zusammenhang nicht zurück und benennt auch moralische Defizite in der internationalen Politik, gegen die sich ebenfalls nur eine selbstbewusste Politik klar abgrenzen könne. Bei all dem geht es dem Autor vor allem um seine "Vision" von einem "humanen Zusammenleben". Nur wer sich seiner selbst gewiss ist, kann auch gegen Widerstände einen klaren Standpunkt beziehen, kann einen Gauner auch einen Gauner nennen. Beim bloßen Benennen, das weiß auch Wickert, darf es freilich nicht bleiben: "Wer sich nach verlässlichen Werten sehnt", resümiert er am Ende des in der von ihm gewohnten Gefälligkeit geschriebenen Bandes, "muss letztlich über das bloße Benennen hinausgehen, er muss die Kraft und den Mut aufbringen, selber im Sinne der Gemeinschaft zu handeln". Um dieses Thema also, so darf gemutmaßt werden, wird sich Autor in seinem nächsten Buch noch ausführlicher kümmern? - Andreas Vierecke, Literaturanzeiger.de 1
Product Description Über den Lärm und die Sehnsucht nach Stille Erscheinungsjahr: 2010 Gewicht: 242 gr / Abmessung: 19,5 cm Von Geisel, Sieglinde Das Lese- und Trostbuch für Lärmgeplagte "Weil er sich durch Lärm belästigt fühlte, hat ein 52-Jähriger seinen 69 Jahre alten Nachbarn erschlagen. Anschließend zerstückelte er die Leiche und versteckte sie im Wald." Zeitungsmeldung. Wer kennt ihn nicht, den Ärger mit den lauten Nachbarn, der vielbefahrenen Straße und dem Geschrei der Nachtigallen. Schopenhauer, Proust und Kaf ka klagten über Lärm, Carlyle ließ sich ein schallisoliertes Studierzimmer errichten, bei Kant landete ein zu lauter Hahn im Suppentopf. Doch freilich: Nichts ist persönlicher als die Geräuschempfindung. Was für den einen schön ist, ist für den anderen Tortur. Angeblich kommt eine medizinische Studie zu dem Schluss, dass bei einem Umgebungslärm von 65 Dezibel das Herzinfarktrisiko um über 30 % höher ist als bei 60 Dezibel - allerdings nur bei Männern, bei Frauen nicht. Warum das so ist, weiß niemand. Lärm muss nicht laut sein - auch ein tickender Wecker oder ein tropfender Wasserhahn können einen in den Wahnsinn treiben, während das ohrenbetäubende Brüllen eines Gebirgsbachs als natürlich und damit schön empfunden wird. Nur wer mit Geräuschen umzugehen weiß, kann sie ertragen. Damit es niemandem so gehen muss wie dem 52-Jährigen aus der Zeitungsmeldung, hat Sieglinde Geisel dieses grundlegende und dabei höchst unterhaltsame Geräuschbuch geschrieben, in dem das Verhältnis des Menschen zur Akustik seiner Umwelt über die letzten 2000 Jahre hinweg betrachtet wird. Zahlreiche Ohrenzeugen von Horaz über Lichtenberg, Schopenhauer, Kurt Tucholsky bis John Cage und Hans Magnus Enzensberger kommen zu Wort. Sieglinde Geisel beschreibt auch, was die Menschheit mit und
Buch:
Loslabern: Bericht - Herbst 2008
Autor:
Rainald Goetz, Ausgabe vom 12. Okt. 2009, Gebunden, Verkaufsrang 305530
"Der weiße Neger Wumbaba" - Axel Hackes kleines Handbuch des Verhörens ist ein sensationeller Erfolg. Nun erscheint das längst fällige VerHÖRbuch dazu, und besser als vom Autor selbst können diese Verhörer nicht zum Klingen gebracht werden. Kinder können nicht zuhören. Und wenn sie es tun, dann schlägt ihnen die Phantasie oft ein Schnippchen, das sie - oft bis zum Tod - mit falschen Liedtexten leben lässt. Denn vor allem Kinder sind grausame Verhörer ? so wie Frau J. aus Stephanskirchen, die als junges Mädchen felsenfest davon überzeugt war, dass der eigentlich klischeehafte Satz eines mittelmäßigen Seemannslieds ("Stürmisch die Nacht und die See geht hoch") tatsächlich "Stürmisch die Nacht und die Säge tobt" laute. Für den Münchner Autor und Kolumnisten Axel Hacke sind diese Verhörer von teils schrecklicher Schönheit die eigentliche Quelle unerschöpflicher Poesie: "Der Verhörende schafft sich gewissermaßen aus der Unverständlichkeit der Welt heraus einen eigenen Kosmos, ein Beweis für die kindlich-dichterische Kraft, die vielen von uns innewohnt, ohne dass wir eigentlich etwas von ihr ahnen", heißt es in dem von Michael Sowa wieder einmal kongenial illustrierten Buch Der weiße Neger Wumbaba. Hackes Meinung nach haben Liedtexter gar die Aufgabe, zum Fehlhören zu animieren. In seiner Kolumne Das beste aus meinem Leben für die Süddeutsche Zeitung erwähnte Hacke einmal einige schöne Exempel für die Freudschen Fehler des Gehörs - mit der Folge, dass ihn immer neue Zuschriften seiner Leser ereilten, darunter die wirklich überzeugende Umdichtung des Evergreens Der Mond ist aufgegangen von Matthias Claudius, dessen vertonte Gedichtzeilen "und aus den Wiesen steiget / der weiße Nebel wunderbar" das Gehirn eines Musikenthusiasten folgendermaßen verwandelte: "und aus den Wiesen steiget / der weiße Neger Wumbaba". Dieses ungleich größere Zitat ziert nun als Titel ein Buch, die Hackes Originalkolumne sowie seine zahlreichen Nachfolger versammelt. Selbst wenn man sich bei manchen der eingesandten Verhörern etwas ohrenreibend fragt, wie das Hirn derlei phonetisch-semantische Kapriolen zustande bringt, so ist Der weiße Neger Wumbaba doch der beste Beweis für die im Buch aufgestellte These, "dass die besseren Liedtexte in den Köpfen der Hörer entstehen." Und das ist auf zauberhafte Weise sicher war. - Thomas Köster
Buch:
QQ
Autor:
Max Goldt, Ausgabe vom 1. Okt. 2008, Taschenbuch, Verkaufsrang 17001
Erscheinungsjahr: 2008 Gewicht: 160 gr / Abmessung: 19 cm Von Goldt, Max "Dass Max Goldts Werk sehr komisch ist, weiß ja nun jeder gute Mensch zwischen Passau und Flensburg. Dass es aber, liest man genau, zum am feinsten Gearbeiteten gehört, was unsere Literatur zu bieten hat, dass es wahre Wunder an Eleganz und Poesie enthält und dass sich hinter seinen trügerischen Gedankenfluchten die genaueste Komposition und eine blendend helle moralische Intelligenz verbergen, entgeht noch immer vielen, die nur aufs Lachen und auf Pointen aus sind." (Daniel Kehlmann) Max Goldt ist ein Meister der freischwebend-assoziativen, dabei aber überaus präzisen und sich aus (teils absurden) Alltagssituationen aufs Wundervollste speisenden Sprache. Das fängt schon bei den Überschriften an. So ließ es sich Goldt 2006 nicht nehmen, einen seiner Zweiseiter in der Satirezeitschrift Titanic nach der gesellschaftlich damals gerade viel diskutierten Hochschulqualitätshebungsaktion "Die Exzellenzinitiative" zu nennen - wohl deshalb, weil er dieses Kleinod deutscher Sprache nicht ungenutzt an sich vorüberziehen lassen wollte. Der Text freilich handelte gar nicht von eben jener, sondern unter anderem von den diversen Verwendungsmöglichkeiten der Pelikane in einer immer hitziger werdenden Welt und hätte auch einen ganz anderen Titel haben können: was er im Sammelband QQ - dort taucht er als "Die Prophezeiung" auf - auch hat. QQ ist auch einer von diesen freischwebend-assoziativen Titeln, zumindest auf den ersten Blick. Laut Auskunft seines Trägers steht er als Kürzel für "quiet quality", einem Schlagwort aus den USA "für alles, was nicht schreit und spritzt". Der zweite Blick offenbart also bereits, wie klug der Titel ist. Denn in den 21 Essays, die allesamt auf Erstveröffentlichungen in Titanic aus den Jahren 2005 und 2006 basieren, schreit und spritzt es an keiner Stelle, ganz im Gegenteil: es fließt alles in einer so wohlfeilen Stille dahin, dass man richtig erschrickt, wenn sie einmal ins Plätschern gerät: dann nämlich, wenn Goldt - wie in seiner grandiosen Reflexion "Über Fernsehmusik" - die fulminant komische Dichte des Anfangs (es geht um die Legende zweier lesbischer Heiliger, die sich im Mittelalter in ein und denselben Turm einmauern) nicht halten kann. Aber das ist, wie gesagt, nicht oft der Fall. An einer Stelle von QQ zeigt sich Goldt irritiert darüber, dass offenbar kein griechischer Name für die Angst existiere, "einen mit Denkerstolz und Manneskraft geschriebenen Aufsatz auf eine so schlaffe, ja sogar Heckenknöterich angähnende Weise zu beschließen, aber, mein Gott, angstlösende Tabletten muss man wegen einer solchen Angst wohl keine schlucken - da muss man einfach durch, das werden die Leute schon akzeptieren in ihrer herben, volkstümlichen Milde." Ja, die Leute würden sogar das, wenn sie denn müssten. Aber heckenknöterichgähnende Schlüsse kann Goldt, so scheint es, ohnehin gar nicht schreiben. - Thomas Köster, Literaturanzeiger.de