Die Geschichte der Mafia. Ausgezeichnet mit dem Gold Dagger Award 2004 Erscheinungsjahr: 2007 Gewicht: 440 gr / Abmessung: 19 cm Von Dickie, John Das wahre Gesicht der Mafia jenseits des "Paten"-Mythos. Korruption, Erpressung und kaltblütiger Mord das ist die blutige Wahrheit hinter dem Mythos Mafia. Sie ist die bekannteste und berüchtigste kriminelle Organisation der Welt, das Synonym für organisierte Kriminalität, eine gewalttätige und verschworene Geheimgesellschaft. Ihr Ehrenkodex beruht auf der omertà, der Schweigepflicht. Doch längst geht es bei der Mafia nicht mehr allein um Drogenhandel und Glücksspiel, sondern das Geld wird mit legalen Wirtschaftssektoren in enger Zusammenarbeit mit Politikern und staatlichen Funktionsträgern gemacht. Inzwischen bekämpft die Mafia den Staat nicht mehr, sondern geht in ihm auf. Wenn Sie glauben, alles über die Mafia zu wissen, dann lesen Sie dieses Buch! Cosa Nostra ist vielleicht nicht, wie der Autor behauptet, die erste, aber vermutlich die bisher umfassendste Geschichte der Mafia, die von einem Nicht-Italiener verfasst wurde. sie ist. Vor allem aber ist sie, den Bogen von den Anfangsründen bis in die unmittelbare Gegenwart spannend, glänzend geschrieben! Gewiss, in dem ein oder anderen Detail werden Spezialisten dem Autor widersprechen: So gehen unter Fachleuten die Meinungen darüber doch erheblich auseinander, ob tatsächlich keine der anderen kriminellen Vereinigungen Süditaliens "auch nur annähernd so mächtig und gut organisiert" ist wie die sizilianische Cosa Nostra. Manche Autoren glauben, die kalabresische 'Ndrangheta sei der sizilianischen Mafia diesbezüglich heute mindestens ebenbürtig, wenn nicht sogar überlegen. Auch ist die Cosa Nostra, wie Dickie selbst einräumt, nach heutigem Kenntnisstand nicht einmal die älteste Organisation ihrer Art in Italien. Sie war aber zweifellos mit ihrer Organisation und ihrer besonders rücksichtslosen Vorgehensweise weltweit stilbildend für das, was man heute - weit über die geheime kriminelle Bruderschaft Siziliens und ihren amerikanischen Ableger hinaus - weltweit mit dem Begriff Mafia belegt. Detailliert beschreibt der Autor die begriffliche und historische Entstehungsgeschichte der sizilianischen Mafia in den Zitrusplantagen in und um Palermo Mitte des 19. Jahrhunderts, das bis heute gültige, streng hierarchische Organisationsmuster und die bis in die Gegenwart praktizierten Initiationsriten. Er schildert die historischen Entwicklungen, die wesentlich dazu beigetragen haben, dass sich die Mafia so rasch und so fest in der Gesellschaft (und selbst der Politik) etablieren konnte und macht einsichtig, weshalb sich die Organisation bis in die Gegenwart als so außerordentlich widerstandsfähig erwiesen hat. Spannend zu lesen und außerordentlich lehrreich! - Andreas Vierecke
Buch:
The Big Short - Wie eine Handvoll Trader die Welt verzockte
Autor:
Michael Lewis, Ausgabe vom 4. Okt. 2010, Gebunden, Verkaufsrang 143156
Das skrupellose Netzwerk aus Politikern, Top-Managern und Justiz Erscheinungsjahr: 2008 Aktualis. Ausg. Gewicht: 299 gr / Abmessung: 19 cm Von Roth, Jürgen Deutschland heute: ein Netzwerk hochrangiger Politiker, führender Konzernchefs und toleranter Justizbehörden, die den Rechtsstaat aushöhlen, die Gemeinsinn durch Egoismus und Gesetze durch die Macht des Kapitals ersetzen. Wer wen erpresst, wer die Drahtzieher sind und warum die Justiz nicht ermittelt dieses Buch enthüllt Gaunerkartelle, Korruptionsaffären und Verstrickungen von Ministern, Topmanagern und Staatsanwälten. Für Der Deutschland-Clan gebührt Jürgen Roth das Lob, auf das Albrecht Müller, der Autor des thematisch nicht ganz unverwandten Buches Machtwahn, wohl auch gerne Anspruch erhöbe. Nicht nur sind Roths Recherchen detailliert und gut belegt - auch seine Schlussfolgerungen sind großteils überzeugend. Dies nicht zuletzt deshalb, weil er seine spitze Feder - anders als Müller - trotz der großteils wirklich skandalösen Ergebnisse seiner Nachforschungen in den Niederungen der Top-Etagen unserer Republik mit Ruhe statt mit blindem Geifer führt. Doch worum geht es? Um nicht weniger als darum, dass hierzulande bisweilen "wie selbstverständlich die Verfassung gebrochen wird", es geht um gekaufte Politiker, korrupte Staatsanwälte, selbstherrliche Richter, kleinkriminelle Bankvorstände und schwerkriminelle Industrielle. Und es geht darum, wie das eine mit dem anderen zusammenhängt. Kurzum: Es geht um das Phänomen der organisierten Kriminalität in Deutschland. Und darum, wie schnell man, wenn man ein öffentliches Amt bekleidet und zur falschen Zeit von den falschen Leuten die falschen Gefälligkeiten entgegennimmt, in dieses mafiöse Netzwerk hineingezogen werden kann. Bei aller Lob für den Autor: Mit fortschreitender Lektüre fühlt man sich in seinem Lesesessel immer unbehaglicher. Was Roth freilich nicht anzulasten ist, sondern jenen dunklen Gesellen, von denen er berichtet. Die wachsende Virtuosität, mit denen es mancher vermeintlichen Stütze dieser Gesellschaft gelingt, das etwaige Aufkeimen moralischer Bedenken gegen die Bedingungslosigkeit der herrschenden Selbstbereicherungslogik systematisch auszublenden und mögliche Kritiker mit sorgsam einstudierten, fein ziselierten Täuschungsmanövern in die Irre zu führen, ist nicht nur abstoßend. Es verheißt auch für die Zukunft nichts Gutes. Gleichwohl: Roths Buch ist jedem, der wissen will, in welchem Staat und in welcher Gesellschaft wir eigentlich leben, zur Lektüre dringend empfohlen! - Andreas Vierecke
Buch:
Ach, Afrika: Berichte aus dem Inneren eines Kontinents
Autor:
Bartholomäus Grill, Ausgabe vom 9. Mai 2005, Taschenbuch, Verkaufsrang 26637
Die Anwälte: Ströbele, Mahler, Schily - Eine deutsche Geschichte
Autor:
Birgit Schulz, Martin Block, Ausgabe vom 20. Mai 2010, Gebunden, Verkaufsrang 131972
Product Description Ströbele, Mahler, Schily - Eine deutsche Geschichte Erscheinungsjahr: 2010 m. Fotos. Gewicht: 551 gr / Abmessung: 22 cm Von Block, Martin; Schulz, Birgit Anfang der 70er-Jahre kämpfen drei linke Anwälte gegen die BRD als restriktiven Staat. Vor Gericht verteidigen sie Menschen, die als Staatsfeinde gelten, und führen spektakuläre politische Prozesse. Heute ist der eine SPD Bundesinnenminister a.D., der zweite das linke Gewissen der Grünen im Bundestag, der dritte einer der Anführer der rechten Szene und verurteilter Holocaust-Leugner. Otto Schily, Hans-Christian Ströbele und Horst Mahler: Dieses Buch zeichnet die Biographie der drei Männer nach, zeigt, was sie geprägt hat, welche politischen Ideale sie verbunden haben und an welchen Punkten sie ganz unterschiedliche Wege gegangen sind, um am Ende gar Gegner zu werden. Bis heute sind alle drei Männer überzeugt, sich selbst treu geblieben zu sein.
Buch:
Wolfskind: Die unglaubliche Lebensgeschichte des ostpreußischen Mädchens Liesabeth Otto
Autor:
Ingeborg Jacobs, Ausgabe vom 15. Juli 2011, Taschenbuch, Verkaufsrang 10797
Il silenzio - Das große Schweigen: Ein Anti-Mafia-Polizist erzählt
Autor:
Gianni Palagonia, Ausgabe vom 6. Juli 2009, Taschenbuch, Verkaufsrang 42037
Product Description Ein Anti-Mafia-Polizist erzählt Erscheinungsjahr: 2009 Gewicht: 340 gr / Abmessungen: 187 mm x 118 mm Von Palagonia, Gianni Blutige Schießereien auf den Straßen sind zwar selten geworden, doch die Geschäfte der Mafia gedeihen wie nie zuvor: erschreckend leise und diskret. So die Erfahrung von Gianni Palagonia, der als Polizist seit über zehn Jahren an Ermittlungen gegen die organisierte Kriminalität in Italien beteiligt ist. Er erzählt packend und ungeschönt vom Kampf gegen vermeintliche Saubermänner, von Opfern, die man einfach vergisst, der hilflosen Justiz und einer korrumpierten Gesellschaft, die die Mafia insgeheim um ihr leicht verdientes Geld beneidet. Leseprobe: Auf Sizilien wird nicht mehr gemordet, und das ist sehr bedenklich, zeigt es doch, dass es der Mafia gutgeht. Es wird nicht mehr gemordet, und nach einigen aufsehenerregenden Verhaftungen denkt alle Welt, die Mafia sei besiegt. Aber hier weiß jedes Kind: Wenn es zu ruhig zugeht, dann nur, weil die Geschäfte wie geschmiert laufen. Mittlerweile haben auch die Mafiabanden dazugelernt. Dort weiß man nun, dass dein engster Freund im Handumdrehen zu deinem Peiniger werden kann, der dich ans Messer liefert. Und darauf hat man sich eingerichtet. Heute agieren die Banden in gegeneinander abgeschotteten Bereichen, das heißt, sagt ein Mafioso bei den Ermittlern aus, kann er damit vielleicht noch fünf Leute hinter Gitter bringen, aber nicht mehr 100 wie früher einmal. Es ist ein netzartiges, dezentrales Modell. In den zurückliegenden zehn Jahren haben wir Ermittler unser Vorgehen fast nur noch danach ausgerichtet, was die Mafia-Kronzeugen, die sogenannten Pentiti (Reuigen) uns nahelegten. Mit der Folge, dass wir mehr und mehr den Kontakt zum Umfeld verloren, zu den Informanten, zur "Straße". Un
Buch:
Endstation Kabul: Als deutscher Soldat in Afghanistan - ein Insiderbericht
Autor:
Achim Wohlgethan, Dirk Schulze, Ausgabe vom 1. Juli 2009, Taschenbuch, Verkaufsrang 59438
Als deutscher Soldat in Afghanistan - ein Insiderbericht Erscheinungsjahr: 2009 Erw. Ausg. m. Dok., 24 farb. Fototaf. Gewicht: 330 gr / Abmessungen: 189 mm x 120 mm x 26 mm Von Wohlgethan, Achim / Von Schulze, Dirk Wie fühlt es sich an, als deutscher Soldat in den Straßen von Kabul zu patrouillieren? Wie reagiert man, wenn plötzlich ein Kind mit einer Waffe vor einem steht? Und wie geht man als Soldat mit der ständigen Bedrohung um? In seinem Erfahrungsbericht gewährt der Fallschirmjäger Achim Wohlgethan erstmals einen ungeschönten Einblick in den Afghanistan-Einsatz der Bundeswehr. Mit seinem Insiderbericht bringt er uns nicht nur Land und Leute, sondern auch die Probleme der deutschen Armee und der internationalen Afghanistan-Politik nahe. Ein packendes und längst fälliges Buch, das die Diskussion um die gefährliche Auslandsmission der Bundeswehr auf eine neue Basis gestellt hat. Pressestimmen: "Keine Frage, ein brisantes, schockierendes Buch, es widerspricht der politischen Heuchelei, es rüttelt auf, weil deutlich wird, welchen Risiken die Bundeswehrsoldaten ausgesetzt sind. Zudem besticht es durch klare Sprache und durch Authentizität [...]" (01.03.08/ Stuttgarter Nachrichten / Winfried Weithofer) "... ein lesenswerter Bericht eines Unteroffiziers über die Anfänge des Afghanistan-Einsatzes." (FAZ / 15.2.2008 / Stephan Löwenstein) "Endstation Kabul ist mehr als das erste Buch über den Afghanistan-Einsatz aus der Feder eines Bundeswehrsoldaten ( ). Wohlgethans Bericht hat eine ganz neue Plattform für die Diskussion über den Afghanistan-Einsatz geschaffen. Plötzlich spielen die Gefühle von Soldaten eine Rolle. Es ist ein besonderes Verdienst des Buches, dass es für die Binnensicht der Truppe eine Öffentlichkeit geschaffen hat." (taz / 12. Ap Der "Top Secret?-Stempel auf dem Cover von Achim Wohlgethans "Insiderbericht" Endstation Kabul über den Afghanistan-Einsatz der Bundeswehr verspricht sensationelle Enthüllungen. Zwar erweist sich das, was der ehemalige Stabsunteroffizier und sein Co-Autor, der Ex-Hauptmann und ehemalige Presseoffizier Dirk Schulze, in ihrem Buch dann tatsächlich berichten, als vielleicht doch nicht ganz so spektakulär, wie mancher gehofft (oder auch befürchtet) haben mag. Einige mehr oder weniger brisante und auch schockierende Details hat die Lektüre aber doch zu bieten. Damit sind nicht nur die schon öfter gehörten Klagen über eine teilweise äußerst mangelhafte Ausrüstung der Truppe gemeint - oder darüber, dass in Kabul eintreffende Bundeswehrsoldaten zu Beginn der Mission noch mit zivilen Charterbussen zu ihrem Camp gefahren wurden, bis bei einem Selbstmordanschlag vier Insassen eines solchen Transports starben und weitere 29 verletzt wurden. Manche Passagen des Buches sind sogar von einer gewissen Komik: etwa die, in denen davon berichtet wird, wie sich die Truppe während Wohlgethans Dienstzeit in Afghanistan auf die Besuche von Politikern (die die Autoren auch als "Gefechtsfeldtouristen" bezeichnen) vorbereitete, oder jene, in denen uns die Inkompetenz mancher, sich bisweilen auch widersprechender Befehlshaber vor Augen geführt wird. Darüber mag man schmunzeln. Alles andere als zum Schmunzeln aber ist etwas anderes, das zwischen solchen, für einen "Insiderbericht" irgendwie ja erwartbaren "Enthüllungen" beinahe untergeht und das man nur deshalb nicht überliest, weil es auf das Grausamste in Erinnerung ruft, dass die Operation "Enduring Freedom" letztlich doch nichts anderes als ein Kriegseinsatz ist - mit allen Konsequenzen! Dazu gehört der Umstand, dass die Regeln der Menschlichkeit ungeachtet etwaiger UN-Konventionen offenbar manchmal nur eingeschränkt gelten: Wenn wir Wohlgethans und Schulzes Schilderungen glauben dürfen, haben ISAF-Soldaten nämlich auch schon einmal Kinder zum Aufspüren von Minen missbraucht, indem sie Äpfel ins Feld warfen und ihre Reaktion abwarteten: Wenn die Kinder losliefen, ohne dass eine Mine explodierte, "galt das Gelände als unvermint. Liefen sie nicht los, wurden Spezialkräfte zur Entschärfung gerufen". - Andreas Vierecke, Literaturanzeiger.de