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Außer Dienst: Eine Bilanz - Helmut Schmidt
Buch:Außer Dienst: Eine Bilanz
Autor:Helmut Schmidt, Ausgabe vom 15. März 2010, Broschiert, Verkaufsrang 6576
Preis: 14,99 EUR (Versandkostenfrei, Lieferbedingungen s.u.)
Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden
Eine Bilanz
Erscheinungsjahr: 2010
Gewicht: 484 gr / Abmessungen: 205 mm x 135 mm
Von Schmidt, Helmut
Einer der bekanntesten und beliebtesten Politiker und Publizisten zieht Bilanz
In seinen Erinnerungenüber die Zeit nach dem Ausscheiden aus dem Kanzleramt im Herbst 1982 beschreibt Helmut Schmidt die umwälzenden historischen Entwicklungen seit dem Ende des Kalten Kriegs, er macht sich Gedanken über die gegenwärtige Politik und die Zukunft Deutschlands, und er spricht über sehr Persönliches. "Außer Dienst" ist Helmut Schmidts privatestes Buch - und zugleich sein politisches Vermächtnis.
Helmut Schmidt zählt zu den großen Figuren der deutschen Politik, über die Parteigrenzen hinweg verkörpert er für viele Deutsche den idealen Staatsmann. Fünfundzwanzig Jahre nach dem Ende seiner Amtszeit als Bundeskanzler zieht er nun Bilanz und äußert sich gewohnt deutlich zu zentralen Fragen unserer Zeit. So geißelt er die globalen Verwerfungen des Raubtierkapitalismus und appelliert an die Moral der Eliten in unserem Land. Welchen Leitbildern soll man folgen? Kann man aus der Geschichte lernen? Wie erwirbt man politische Klugheit? Immer wieder kreisen die Gedanken des Autors um das schwierige Selbstverständnis der Deutschen, um ihre oft unheilvolle Rolle in der Geschichte und ihre Zukunft innerhalb der Europäischen Union. Eingestreut sind aber auch höchst private Reflexionen und Bekenntnisse.
Pressestimmen:
"In diesem Sammelsurium von Gedanken und Erinnerungen teilt Schmidt nicht immer stringente, aber niemals belanglose Einsichten mit, die der Weisheit recht nahe kommen." ARD Druckfrisch
Eine kürzliche Umfrage ergab, dass, wäre der Mann nicht definitiv zu alt, sich 80 Prozent aller Deutschen Helmut Schmidt als idealen Kanzler vorstellen könnten. Wenn dies, 25 Jahre nach dem Rückzug aus allen politischen Ämtern, keine Auszeichnung ist! Der Altkanzler, dessen unglaublicher 90. Geburtstag bevorsteht, rangiert im Bewusstsein der Deutschen immer noch als Staatsmann par excellence. Und eine solch hochrangige Persönlichkeit erlaubt es sich, eine "außerdienstliche" Bilanzierung seines politischen Erfahrungsschatzes vorzulegen. "Denn", so Schmidt verschmitzt bescheiden, "vielleicht könnte doch einer von den Jüngeren daraus einen Nutzen ziehen." - Nichts wäre mehr zu wünschen, Herr Bundeskanzler!
Eines vorab: Es handelt sich hier nicht um die autobiografische Rückblende auf ein politisches Lebens- und Gesamtwerk. Im Gegenteil. Schmidt, der Pragmatiker, möchte seine in aktiver Zeit gewonnenen Erfahrungen angesichts einer völlig veränderten politischen Weltlage zur Verfügung stellen. Immer im Gepäck, die großen philosophischen Fragen: Welchen Leitbildern sollten wir folgen? Was lässt sich aus Geschichte lernen? Im Spiegel gerade dieser Frage reflektiert der Altkanzler über die Unvorstellbarkeit eines Auslandseinsatzes der Bundeswehr in Afghanistan noch zu seinen Zeiten. Gelegenheit für einen historischen Ausflug und die noch immer problematische Stellung Deutschlands im politisch-militärischen Weltgefüge.
Natürlich holt der Wirtschaftsfachmann Schmidt zu einem satten Referat über die Finanzmärkte aus. Beklagt wird die verschlafene "Modernisierung unseres zerklüfteten Bankensystems", gewarnt wird vor Spekulantentum und Heuschreckenflügen. Betrauert die große Zeit des von der RAF ermordeten Freundes Herrhausen und seiner Deutschen Bank. Institutionen, so Schmidt, an die sich eine Bundesregierung in ökonomischen Fragen noch vertrauensvoll wenden konnte. Wie anders heute. Der Kanzler wird (in Maßen) privat. Erstaunt vernehmen wir, dass Schmidt die "Guillaume-Affäre" als Rücktrittsgrund Willy Brandts im Mai 1974 völlig inakzeptabel fand und ihm die eigene künftige Kanzlerschaft große Sorgen bereitete. Risiken und Chancen der Globalisierung. Der "Sonderfall" der Neuen Bundesländer. Die radikal veränderte Rentensituation, die ebenso radikal veränderte Maßstäbe verlangt. Ein kleiner Seitenhieb auf Lafontaine und seine "Sekundärtugenden". Eine Schulung bei den antiken Rhetorikern. Spurensuche nach eigenen Fehlern. In einem der letzten Sätze seiner klugen Reflexion appelliert der Altkanzler mit einer römischen Weisheit an die heutige Politikerkaste: Im Zweifelsfalle sei das Gemeinwohl höherzustellen als die eigene Karriere. Um schließlich witzelnd, aber nicht ohne Wehmut festzustellen: "Die meisten meiner Weggefährten haben schon endgültig ihre Adresse gewechselt." - Das können Sie sich aus dem Kopf schlagen, Herr Bundeskanzler. Die Republik braucht Sie noch! ?Ravi Unger

King of Oil: Marc Rich - Vom mächtigsten Rohstoffhändler der Welt zum Gejagten der USA - Daniel Ammann
Buch:King of Oil: Marc Rich - Vom mächtigsten Rohstoffhändler der Welt zum Gejagten der USA
Autor:Daniel Ammann, Ausgabe vom 17. Aug. 2010, Gebunden, Verkaufsrang 39465
Preis: 29,95 EUR (Versandkostenfrei, Lieferbedingungen s.u.)
Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden
Product Description
Marc Rich - Vom mächtigsten Rohstoffhändler der Welt zum Gejagten der USA. Nominiert für die Shortlist "Deutscher Wirtschafts-Buchpreis 2010"
Erscheinungsjahr: 2010
m. 18 SW-Fotos auf Taf.
Einsteiger/Laien
Gewicht: 640 gr / Abmessungen: 183 mm x 155 mm
Von Ammann, Daniel
Als Sohn deutschsprachiger Juden floh Marc Rich während des Zweiten Weltkriegs in die USA. Als Rohstoffhändler brach er in den Siebzigerjahren das Kartell der großen Ölkonzerne. Als Herr über das "schwarze Gold" wurde er 17 Jahre lang von amerikanischen Agenten gejagt. Nun nimmt der mysteriöse Milliardär erstmals Stellung.
Marc Rich, Gründer von Glencore, handelte mit Khomeinis Iran, Castros Kuba und Südafrikas Apartheid-Regime. Von den USA wurde er wegen "Handels mit dem Feind Iran" und wegen Steuervergehen verfolgt. In der Schweiz, wo er seit seiner Flucht aus den USA lebt, blieb er trotz heftiger medialer Kritik unbehelligt. Für den israelischen Geheimdienst Mossad verrichtete er gar diskrete Dienste. Daniel Ammann hat jahrelang recherchiert und den legendären Rohstoffhändler kritisch befragt. Entstanden ist eine Biografie, die individuelles Schicksal mit der Weltpolitik verknüpft. Eine Geschichte über Macht und Moral, in der vieles nicht so ist, wie es scheint.
Nominiert für den Wirtschaftsbuchpreis 2010!

Viva Polonia: Als deutscher Gastarbeiter in Polen - Steffen Möller
Buch:Viva Polonia: Als deutscher Gastarbeiter in Polen
Autor:Steffen Möller, Ausgabe vom 11. März 2009, Broschiert, Verkaufsrang 5310
Preis: 9,95 EUR (Versandkostenfrei, Lieferbedingungen s.u.)
Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden
Aus der Amazon.de-Redaktion
Steffen Möller, ein Name, der wohl den wenigsten etwas sagen dürfte. Nach diesem Buch wird sich dies gründlich ändern. Der jungenhafte Mann, der uns auf dem Cover aus der Ferne mustert, hat zur Befriedung des chronisch labilen Verhältnisses zu unseren polnischen Nachbarn vermutlich mehr beigetragen, als sämtliche Kartoffelkrieger und Vertriebenen-Erikas jemals zerdeppern konnten. Angefangen hatte alles mit der leicht abseitigen Studentenidee, einen zweiwöchigen Polnischkurs in Krakau zu belegen. Was im März 1993 als Gag gemeint war, entwickelte sich zur großen Liebe eines Lebens. Man fasst es kaum, aber Möllers Vernarrtheit in die unglaublich komplexe polnische Sprache gab den Ausschlag. Heute, dreizehn Jahre später, kennt in Polen jedes Fernsehkind diesen merkwürdigen Deutschen, der als Kabarettist und Schauspieler zu einem der Ihren wurde. Und uns nun Polen erklärt. Aber wie!
Wer Möller auf seiner PR-Tour durch den deutschen Talkshowdschungel erlebte, verfiel augenblicklich dem Charme, mit dem er für seine neue Heimat warb. Gängige Vorurteile (Autoklau, Tristesse pur, etc.), werden gelangweilt abgeschmettert, nur um sie durch andere, eigene, zu ersetzen. So den notorischen Aberglauben, von dem die polnische Bevölkerung in ihrer Gesamtheit fast schon voodoohaft erfasst ist. Möller liefert Beispiele gelebter polnischer Alltagsanarchie, die uns Deutsche als bedauernswerte obrigkeitshörige Hackenschläger dastehen lassen. Auch der ehemalige Sprachcoach in Möller gibt keine Ruhe. Lustige, aber hoffnungslose Vokabelübungen durchziehen sein Buch, ein linguistisches Desaster, das jeden deutschen Rachenraum übel malträtiert. Ledigleich die Lehnwörter aus dem Deutschen wie "Gancegal", "Hochsztapler" und "Szajs", erweisen sich als halbwegs brauchbar. Nebenbei ? lebenswichtig! ? keine Scherze treiben über Papst Johannes Paul II.
Bescheidenheit, Abwesenheit von Aggressionen, gänzlich unerwarteter schwarzer Humor. Dazu der Reiz der polnischen Frauen, von Heine schon als "Weichselaphroditen" verehrt. Attribute, die Möller den Abschied von der deutschgrauen Ellbogenmentalität versüßten. Der Mann schafft das Positivbild einer liebenswert-schrulligen Gesellschaft, dass man noch beim Lesen die geistigen Koffer zu packen beginnt. "Es lebe Polen!" Vorschlag zur Güte: Wer, auch in den heiklen Fragen unserer unseligen Vergangenheit, derart sensibel, aber ohne falsche Betroffenheit die Herzen unserer Nachbarn aufschließen konnte, sollte doch gleich den Botschafterposten auf der offiziellen Ebene bekommen. Ein besserer ließe sich ohnehin nicht finden! ?Ravi Unger

Zur Sache, Chérie: Ein Franzose verzweifelt an den deutschen Frauen - Alain-Xavier Wurst
Buch:Zur Sache, Chérie: Ein Franzose verzweifelt an den deutschen Frauen
Autor:Alain-Xavier Wurst, Ausgabe vom 1. Dez. 2010, Taschenbuch, Verkaufsrang 955
Preis: 8,99 EUR (Versandkostenfrei, Lieferbedingungen s.u.)
Gewöhnlich versandfertig in 4 bis 5 Tagen.
Product Description
Ein Franzose verzweifelt an den deutschen Frauen
Erscheinungsjahr: 2010
Einsteiger/Laien
Gewicht: 173 gr / Abmessungen: 190 mm x 125 mm
Von Wurst, Alain-Xavier
"Die deutsche Frau ist wunderbar. Sie könnte perfekt sein. Wenn sie nur wüsste, wie man flirtet."
Alain-Xavier Wurst spricht aus Erfahrung. Seit sieben Jahren lebt und liebt der Franzose nun schon in Deutschland, wo für das Spiel des Flirtens offenbar ganz andere Regeln gelten als jenseits des Rheins. Seinen Humor finden die deutschen Demoiselles anzüglich, Komplimente gleiten an ihnen ab, und will er eine gar auf die Wange küssen, guckt sie ihn an, als sei er ein Lustmolch. In Zur Sache, Chérie erforscht der Journalist das rätselhafte Flirtverhalten der Deutschen und schildert mit viel Charme, was aus seiner Sicht daran dringend zu ändern ist.
Pressestimmen:
"Très charmant!" (Hamburger Morgenpost)

Beim Griechen: Wie mein Vater in unserer Taverne Geschichte schrieb - Alexandros Stefanidis
Buch:Beim Griechen: Wie mein Vater in unserer Taverne Geschichte schrieb
Autor:Alexandros Stefanidis, Ausgabe vom 4. Aug. 2011, Broschiert, Verkaufsrang 19787
Preis: 8,95 EUR (Versandkostenfrei, Lieferbedingungen s.u.)
Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden
Product Description
Wie mein Vater in unserer Taverne Geschichte schrieb
Erscheinungsjahr: 2010
Gewicht: 258 gr / Abmessungen: 190 mm x 125 mm
Von Stefanidis, Alexandros
Alexandros Stefanidis erzählt die Geschichte seiner Familie, in deren Zentrum sein Vater Christoforos und das familiengeführte Restaurant "Der Grieche" in Karlsruhe stehen. Seit 1971 spielt sich dort im "Wohnzimmer" der Stefanidis nicht nur das Leben der sechsköpfigen Familie ab, es ist gleichzeitig eine einzigartige Bühne für deutsche Zeitgeschichte: Von der Gründerszene der Grünen bis zu absurden Situationen mit rassistischen Stammgästen, von der Zeit, als griechisches Essen fast schon ein politisches Statement war, bis zur Kapitulation vor der Döner-Welle hat die Geschichte des "Griechen" neben todkomischen Alltagsgeschichten alle Elemente einer griechischen Tragödie.
Inhaltsverzeichnis:
Prolog
Einen Zentimeter zu kurz für Brasilien
Christoforos im neuen Land die sechziger Jahre
Die Eröffnung des "El Greco" die siebziger Jahre
Das "Alexis Zorbas" die Jahre 1978 bis 1982
"Der Grieche" die Jahre 1982 bis 1988
Die doppelte Wiedervereinigung die Jahre 1988 bis 1990
"Wir sind die Stefanidis-Familie" die Jahre 1990 bis 1999
Der Niedergang des "Griechen" die Jahre 1999 bis 2009
Der letzte Tag 20. Mai 2009

Ehrliche Arbeit: Ein Angriff auf den Finanzkapitalismus und seine Raffgier - Norbert Blüm
Buch:Ehrliche Arbeit: Ein Angriff auf den Finanzkapitalismus und seine Raffgier
Autor:Norbert Blüm, Ausgabe vom 21. März 2011, Gebunden, Verkaufsrang 41298
Preis: 19,99 EUR (Versandkostenfrei, Lieferbedingungen s.u.)
Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Vatertage: Eine deutsche Geschichte - Katja Thimm
Buch:Vatertage: Eine deutsche Geschichte
Autor:Katja Thimm, Ausgabe vom 10. März 2011, Gebunden, Verkaufsrang 22767
Preis: 18,95 EUR (Versandkostenfrei, Lieferbedingungen s.u.)
Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Operation 9/11: Der Wahrheit auf der Spur - Gerhard Wisnewski
Buch:Operation 9/11: Der Wahrheit auf der Spur
Autor:Gerhard Wisnewski, Ausgabe vom 1. Aug. 2011, Taschenbuch, Verkaufsrang 95194
Preis: 12,99 EUR (Versandkostenfrei, Lieferbedingungen s.u.)
Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Shell Jugendstudie 2010 -
Buch:Shell Jugendstudie 2010
 Ausgabe vom 13. Sept. 2010, Broschiert, Verkaufsrang 17205
Preis: 16,95 EUR (Versandkostenfrei, Lieferbedingungen s.u.)
Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Der Baader-Meinhof-Komplex - Stefan Aust
Buch:Der Baader-Meinhof-Komplex
Autor:Stefan Aust, Ausgabe vom 11. Aug. 2008, Taschenbuch, Verkaufsrang 4729
Preis: 10,00 EUR (Versandkostenfrei, Lieferbedingungen s.u.)
Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden
Aus der Amazon.de-Redaktion
Gerade noch rechtzeitig, bevor sich das 68-er Jubiläumsjahr mit dem Kinostart des oskarverdächtigen Spielfilms Der Baader Meinhof Komplex zu Ende neigt, hat der Autor der Drehbuchvorlage, Stefan Aust, eine neue Version seines gleichnamigen Werkes von 1985 vorgelegt. Natürlich drängt sich bei diesem Timing der Verdacht auf, es ginge dem unlängst geschassten Chefredakteur des Nachrichtenmagazins Der Spiegel darum, beflügelt vom Hype um den Film noch einmal kräftig Kasse zu machen. Doch die Anschaffung des inzwischen auf knapp 900 Seiten angewachsenen Opus Magnus von Aust lohnt sich tatsächlich!
Nicht umsonst galt Austs ebenso präzise wie unvoreingenommene Chronik der Ereignisse vom Juni 1967 bis zum "Deutschen Herbst" 1977 schon bald nach Erscheinen der Erstauflage als Standardwerk. Die Eliminierung von Fehlern, die Anreicherung mit weiteren Details und die Illustration mit Fotos, die der Autor für die dritte Ausgabe geleistet hat, wird diesen Anspruch sicherlich weiter zementieren. Erstehanderfahrungen und die persönliche Bekanntschaft mit etlichen Akteuren der RAF und deren Umfeld machten das Buch seit jeher so einzigartig und authentisch. Dabei hat es der Sache nur wenig Abbruch getan, dass Aust, der sich seine ersten Sporen noch unter der Ägide von Ulrike Meinhof bei der linksradikalen Postille Konkret verdiente, mit dem Verdikt des Revisionisten und Karrieristen im inneren Zirkel der RAF stets auf eine Mauer des Schweigens stieß. Durchbrochen lediglich von einer Handvoll Renegaten, die sich vor allzu unvorsichtigen Äußerungen freilich gehütet haben dürften, um ihre Bewährung nicht zu gefährden.
Vor allem im Umgang mit ihnen und den offiziellen Quellen, die noch immer weit davon entfernt sind, ungefiltert zu sprudeln, ist investigatives Gespür gefragt. Und über ein solches verfügt der alte Hase des Enthüllungsjournalismus zweifellos in einem weit höheren Maße als die meisten anderen Publizisten, die sich in den letzten Jahrzehnten mit der RAF auseinandergesetzt haben. Trugen bei der Neuausgabe von 1997 vor allem Unterlagen des Ministeriums für Staatssicherheit (MfS) sowie Aussagen einiger in der DDR untergetauchter RAF-Mitglieder zur weiteren Erhellung des dunkelsten Kapitels der deutschen Nachkriegsgeschichte bei, so kreist Austs Spot diesmal über den zwielichtigen Machenschaften westdeutscher Geheimdienstler, die er schon in seiner TV-Dokumentation beleuchtete. Auch in dieser Hinsicht eine erhellende Lektüre! Roland Detsch, literaturanzeiger.de

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