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Anne Frank Tagebuch - Anne Frank
Buch:Anne Frank Tagebuch
Autor:Anne Frank, Ausgabe vom 1. Juli 2006, Taschenbuch, Verkaufsrang 588
Preis: 7,95 EUR (Versandkostenfrei, Lieferbedingungen s.u.)
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Dieses lebendige, Einblick gewährende Tagebuch ist seit seiner ersten Veröffentlichung 1947 ein geliebter Klassiker und ein passendes Denkmal für den begabten jüdischen Teenager, der 1945 im Konzentrationslager Bergen-Belsen ums Leben kam. 1929 geboren, bekam Anne Frank zu ihrem 13. Geburtstag ein neues, unbeschriebenes Tagebuch geschenkt, nur wenige Wochen bevor sie und ihre Familie im von den Nazis besetzten Amsterdam untertauchen mußten. Ihre wunderbar detaillierten persönlichen Eintragungen zeichnen 25 anstrengende Monate klaustrophobischer, streitgeladener Intimität mit ihren Eltern, ihrer Schwester, einer zweiten Familie und einem älteren Zahnarzt nach, der wenig Toleranz für Annes Lebhaftigkeit zeigt. Der universelle Reiz des Tagebuchs beruht auf seiner fesselnden Mischung aus den schmuddeligen Besonderheiten des Lebens im Krieg (karge, schlechte Mahlzeiten; schäbige Kleider, aus denen man längst herausgewachsen ist, die aber nicht ersetzt werden können; die ständige Angst, entdeckt zu werden) und der offenherzigen Auseinandersetzung über Gefühle, die jedem Heranwachsenden bekannt sind: "Jeder kritisiert mich, niemand erkennt meine wahre Natur, wann werde ich endlich geliebt?" Aber Anne Frank war kein gewöhnlicher Teenager: Die späteren Eintragungen verraten einen für eine kaum 15jährige bemerkenswerten Sinn für Mitgefühl und spirituelle Tiefe. Ihr Tod verkörpert den Wahnsinn des Holocaust, aber für die Millionen, die Anne durch ihr Tagebuch kennengelernt haben, ist er auch ein sehr persönlicher Verlust. -Wendy Smith


Leserbewertungen:
Durchschnitt: 4.5 von 5 möglichen Punkten (insgesamt 113 Bewertungen)

Leserkommentare:*
Eins der besten Bücher, die ich gelesen habe (5 von 5 Punkten) meint S.O. aus Berlin
Das Buch muss man gelesen haben!

Eine tief bewegende Geschichte und innere Entwicklung eines außergewöhnlich klugen, einfühlsamen und doch normalen Mädchens, die in einer höchst unnormalen und grausamen Zeit leben und danach sterben musste.



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Die vergessene Generation: Die Kriegskinder brechen ihr Schweigen - Sabine Bode
Buch:Die vergessene Generation: Die Kriegskinder brechen ihr Schweigen
Autor:Sabine Bode, Ausgabe vom März 2010, Taschenbuch, Verkaufsrang 907
Preis: 9,95 EUR (Versandkostenfrei, Lieferbedingungen s.u.)
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"Ein fundiertes Buch über ein Tabu, das über ein halbes Jahrhundert auf seine Aufarbeitung wartete." (Welt am Sonntag)

Leserbewertungen:
Durchschnitt: 4.0 von 5 möglichen Punkten (insgesamt 16 Bewertungen)

Leserkommentare:*
Nicht für jeden, aber für Betroffene Eltern wie Kinder vielleicht eines der wichtigsten Bücher (5 von 5 Punkten) meint A.K.
Dieses Buch erreicht eine objektive, detaillierte Analyse der psychologischen Folgen von Kriegserlebnissen im Kindheitsalter und deren Auswirkungen auf den Erwachsenen. Primär ist Die vergessene Generation" geschrieben für Menschen, die zwischen 1930 und 1945 in Deutschland geboren wurden. Aber, und das erscheint mir noch wichtiger, auch für deren Kinder. Ich bin Kind von Kriegskindern, und habe mich lange Jahre gefragt, warum meine Eltern so sind wie sie sind. Erst mit diesem Buch, erst mit dieser psychologischen Deutung von habe ich verstanden, woher ich komme und wie sich die Kriegserlebnisse meiner Eltern in mir manifestieren. Aus der Perspektive des Kindes von Kriegskindern kann dieses Buch dem gewillten Leser der erste Anstoß sein, den wichtigsten aller Schritte zu vollziehen: mit seinen Eltern endlich ins Reine zu kommen und endlich zu verstehen, warum sie sind, wie sie sind. Und obwohl es eben nur der erste Anstoß sein kann, so ist es für mich eines der wichtigsten Bücher, die ich je gelesen habe - auch wenn das für andere Menschen anders sein mag. Eben ein Buch, das nur für eine bestimmte Zielgruppe geschrieben wurde.

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.. - trotzdem Ja zum Leben sagen: Ein Psychologe erlebt das Konzentrationslager - Viktor E. Frankl
Buch:.. - trotzdem Ja zum Leben sagen: Ein Psychologe erlebt das Konzentrationslager
Autor:Viktor E. Frankl, Ausgabe vom 1. Okt. 1998, Taschenbuch, Verkaufsrang 1026
Preis: 7,90 EUR (Versandkostenfrei, Lieferbedingungen s.u.)
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Der 1945 niedergelegte Bericht "Ein Psychologe erlebt das Konzentrationslager" und die 1946 geschriebene dramatische Skizze "Synchronisation in Birkenwald", die in diesem Band zusammengefaßt sind, wollen nicht Mitleid erregen oder Anklage erheben. Noch weniger geht es um die Situation des Grauens. Worauf es dem Neurologen Frankl vor allem ankommt, ist, zu beschreiben, durch welche Phasen der Entmenschlichung die KZ-Häftlinge gehen mußten und wie es doch einigen von ihnen möglich war, innerlich zu vollbringen, was das "Buchenwald-Lied" forderte: "... trotzdem Ja zum Leben sagen."
Das Buch wurde in 26 Sprachen übersetzt, allein von der amerikanischen Ausgabe wurden an die neuen Millionen Exemplare verkauft.

Leserbewertungen:
Durchschnitt: 4.5 von 5 möglichen Punkten (insgesamt 29 Bewertungen)

Leserkommentare:*
Unbedingt lesenswert (5 von 5 Punkten) meint S.
Dieses Buch ist ein Muss für alle, die sich mit der Zeit des Dritten Reiches auseinander setzen wollen. Es gibt genügend Bücher, die die Greueltaten und die geschichtlichen Ereignisse schildern. Aber nur wenige zeigen das Erlebte in einem Konzentrationslager aus der Sicht eines Menschen, dessen einziger Instinkt es ist, diese Zeit zu überleben. Der Autor prangert nicht an und jammert nicht. Er zeigt auf, wie schnell die Ansprüche des Menschen sinken, wenn er alles verliert und täglich um sein Leben kämpft. Kleinigkeiten bilden plötzlich den Mittelpunkt des Denkens, dass nur noch das Hier und Jetzt kennt und das Hoffen, den nächsten Tag zu überstehen. Wer die Schilderungen liest, dem empfehle ich zwischendurch zu reflektieren, wie gut es uns geht. Essen, Trinken, Wärme, Freiheit. Güter, so selbstverständlich, dass wir sie gar nicht (mehr) wahrnehmen.
Nebenbei erklärt der Autor, wie die schreckliche Maschinerie eines KZ's funktionieren konnte. Diese Erläuterungen sind zwar kurz gehalten, aber durchaus ausreichend.

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FC St - Pauli - Das Buch - Der Verein und sein Viertel - Christoph Nagel, Michael Pahl
Buch:FC St - Pauli - Das Buch - Der Verein und sein Viertel
Autor:Christoph Nagel, Michael Pahl, Ausgabe vom 19. Okt. 2009, Gebunden, Verkaufsrang 8488
Preis: 39,95 EUR (Versandkostenfrei, Lieferbedingungen s.u.)
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Geschichte lässt sich oft im Kleinen besonders gut nachvollziehen ? dies trifft umso mehr im Fall des FC St. Pauli zu. Was könnte da interessanter sein, als das Werden des legendären Kiez-Vereins in der Geschichte Hamburgs und Deutschlands zu spiegeln? Angefangen 1686, als die Vorstadt zwischen Millerntor und Altona unter dänischem Beschuss stand, über die finsteren Zeiten, als die vermeintliche "Metropole des Vergnügens" und des Kommunismus vom Nationalsozialismus "gesäubert" wurde, bis zum Durchbruch des ersten wirklich anarchischen Fußballvereins der Republik: Die beiden geschichtsbesessenen Autoren und St. Pauli-Fans zeichnen ein buntes Bild von Verein und Viertel. Der FC St. Pauli kann keine großen Pokale oder Meistertitel vorweisen. Und doch ist die Vereinsgeschichte reich an Legenden und Verschwörungstheorien ? darunter natürlich der unvergessene 2:1-Sieg gegen Bayern München im Jahr 2002, nach dem sich St. Pauli als "Weltpokalsiegerbesieger" feierte. Fanartikel mit diesem und anderen Aufdrucken verkauft der Klub auf Champions-League-Niveau. Ein wichtiger Grund, so die Autoren, für die Verwurzelung des Vereins im alternativen Milieu war Torwart Volker Ippig ("Volker, hör? die Signale!"), der in den 1980er-Jahren Nicaragua besuchte und der autonomen Hausbesetzerszene St. Paulis angehörte. Von da an wurden der Totenkopf und Piratenflagge zum zweiten Wappen des "etwas anderen Vereins". Business-Logen übrigens heißen am Millerntor schlicht "Séparées" ? auch hier bleibt man seinem Kiez treu. Und das Gesamtkunstwerk St. Pauli lebt und entwickelt sich weiter. Die Autoren, beide Historiker und Redakteure der Fanzeitung, beobachten die Entwicklung als durchaus kritische Fans, die die großen Linien ebenso kennen wie die Details ? wussten Sie, dass die Schachabteilung des FC St. Pauli bei der Resozialisierung von Schwerverbrechern hilft? Kurz: Ein durch und durch unterhaltsamer und kluger Band mit vielen tollen Bildern aus Landes-, Stadt- und Vereinsgeschichte, der die Masse der bunten und blinkenden, aber oberflächlichen Fanbücher weit hinter sich lässt. -Carsten Hansen, Literaturtest


Leserbewertungen:
Durchschnitt: 5.0 von 5 möglichen Punkten (insgesamt 8 Bewertungen)

Leserkommentare:*
St. Pauli (5 von 5 Punkten) meint J.
knieet nieder und betet, was ein buch!!!
hier wird wirklich alles beschrieben was diesen verein und seinen stadtteil ausmacht. das ganze auf eine sehr nette art und weise, nicht parteilich und schon gar nicht voreingenommen. wie gesagt, knieet nieder und betet.

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Der Baader-Meinhof-Komplex - Stefan Aust
Buch:Der Baader-Meinhof-Komplex
Autor:Stefan Aust, Ausgabe vom 11. Aug. 2008, Taschenbuch, Verkaufsrang 10221
Preis: 10,00 EUR (Versandkostenfrei, Lieferbedingungen s.u.)
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Gerade noch rechtzeitig, bevor sich das 68-er Jubiläumsjahr mit dem Kinostart des oskarverdächtigen Spielfilms Der Baader Meinhof Komplex zu Ende neigt, hat der Autor der Drehbuchvorlage, Stefan Aust, eine neue Version seines gleichnamigen Werkes von 1985 vorgelegt. Natürlich drängt sich bei diesem Timing der Verdacht auf, es ginge dem unlängst geschassten Chefredakteur des Nachrichtenmagazins Der Spiegel darum, beflügelt vom Hype um den Film noch einmal kräftig Kasse zu machen. Doch die Anschaffung des inzwischen auf knapp 900 Seiten angewachsenen Opus Magnus von Aust lohnt sich tatsächlich! Nicht umsonst galt Austs ebenso präzise wie unvoreingenommene Chronik der Ereignisse vom Juni 1967 bis zum "Deutschen Herbst" 1977 schon bald nach Erscheinen der Erstauflage als Standardwerk. Die Eliminierung von Fehlern, die Anreicherung mit weiteren Details und die Illustration mit Fotos, die der Autor für die dritte Ausgabe geleistet hat, wird diesen Anspruch sicherlich weiter zementieren. Erstehanderfahrungen und die persönliche Bekanntschaft mit etlichen Akteuren der RAF und deren Umfeld machten das Buch seit jeher so einzigartig und authentisch. Dabei hat es der Sache nur wenig Abbruch getan, dass Aust, der sich seine ersten Sporen noch unter der Ägide von Ulrike Meinhof bei der linksradikalen Postille Konkret verdiente, mit dem Verdikt des Revisionisten und Karrieristen im inneren Zirkel der RAF stets auf eine Mauer des Schweigens stieß. Durchbrochen lediglich von einer Handvoll Renegaten, die sich vor allzu unvorsichtigen Äußerungen freilich gehütet haben dürften, um ihre Bewährung nicht zu gefährden. Vor allem im Umgang mit ihnen und den offiziellen Quellen, die noch immer weit davon entfernt sind, ungefiltert zu sprudeln, ist investigatives Gespür gefragt. Und über ein solches verfügt der alte Hase des Enthüllungsjournalismus zweifellos in einem weit höheren Maße als die meisten anderen Publizisten, die sich in den letzten Jahrzehnten mit der RAF auseinandergesetzt haben. Trugen bei der Neuausgabe von 1997 vor allem Unterlagen des Ministeriums für Staatssicherheit (MfS) sowie Aussagen einiger in der DDR untergetauchter RAF-Mitglieder zur weiteren Erhellung des dunkelsten Kapitels der deutschen Nachkriegsgeschichte bei, so kreist Austs Spot diesmal über den zwielichtigen Machenschaften westdeutscher Geheimdienstler, die er schon in seiner TV-Dokumentation beleuchtete. Auch in dieser Hinsicht eine erhellende Lektüre! Roland Detsch, literaturanzeiger.de


Leserbewertungen:
Durchschnitt: 4.5 von 5 möglichen Punkten (insgesamt 112 Bewertungen)

Leserkommentare:*
Genial - und natürlich ist alles bereits dazu gesagt (5 von 5 Punkten) meint H.M. aus Catalköy, Nordzypern
Selten kam ein Journalist und Autor mit den Akteuren seines politischen Sachbuchs in einen so engen Kontakt, wie Stefan Aust. Denn er war - wenn auch nur zu einem relativ geringen Teil - selbst Gegenstand seines Plots. Er befreite 9/1970 auf eigene Initiative die Zwillingstöchter von Ulrike Meinhof (von der RAF nach Sizilien verschleppt) mit Hilfe des RAF-Aussteigers Peter Homann und führte sie deren Vater zu, der das Sorgerecht hatte. Dem aus Rachegelüsten gegen Aust durchgeführten Mordanschlag konnte er vorgewarnt entkommen.
Dieses großartige Sachbuch vermittelt, wie kein Zweites, Einblick in ein von Vielen verdrängtes Thema der deutschen Nachkriegsgeschichte. Immer wieder geäußerte Vorwürfe, das Buch bewege sich auf einem schmalen Grat zwischen Sachbuch und Räuberpistole, erscheinen mir oberflächlich, denn wer es aufmerksam liest, erkennt, dass der Sachverhalt eben eine nahezu unglaubliche Räuberpistole ist.
Mir liegt eine Ausgabe der 2008 erschienenen Neuauflage vor, die kurz vor dem Start des Eichinger Films Der Baader-Meinhof-Komplex erschien, und ich gebe zu, ich habe selten ein so detailgetreu recherchiertes Sachbuch zu einem politischen Thema gelesen wie dieses. Zu Recht darf man es als DAS STANDARDWERK zur frühen RAF bezeichnen, denn - und davon wird der mit Sicherheit schnell interessierte und gefesselte Leser ausgehen - dieser hartnäckige Rechercheur hatte und hat unvergleichliche Möglichkeiten, eben durch seine frühen Kontakte zur Szene (bereits 1967 hatte er in der Redaktion des linken Magazins KONKRET die damalige Kolumnistin Ulrike Meinhof kennengelernt), die jedem Anderen verschlossen bleiben mussten.
*Der Angriff kam aus dem Innersten der Gesellschaft, von den eigenen Kindern*, sagte Aust und lässt seine Philosophie bei Aufbau des Buches und Bearbeitung des Themas erkennen, wenn er in seinem Vorwort unter anderem schreibt: *Dieses Buch sollte und soll keine Anklageschrift sein und nicht das Plädoyer eines Verteidigers. Es ist auch kein Urteil, weder in juristischer noch in moralischer Hinsicht. Es soll ein Protokoll sein, eine Chronik der Ereignisse ... *

Das ist ein Teil der Geschichte, die wir *68er* hautnah in Frankfurt mitverfolgten und mehr oder weniger auch miterlebten. Der Teil, in der eine kleine Gruppe dilettantisch agierender Linksradikaler ihr Konzept der *Stadtguerilla* auch durch ihre anfangs ebenso dilettantische Bekämpfung propagieren konnten. Erst die überzogene Aufmerksamkeit, die hektische Bekämpfung und letztlich die mit teilweise fragwürdigen Mitteln durchgeführte juristische Abarbeitung, ermöglichten die unheilvolle Entfaltung ihrer durchaus unausgereiften Thesen.
Ein MUSS für den politisch und gesellschaftlich interessierten Menschen in Deutschland. HMcM


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Der Weg zur Einheit - Richard von Weizsäcker
Buch:Der Weg zur Einheit
Autor:Richard von Weizsäcker, Ausgabe vom 15. Sept. 2009, Gebunden, Verkaufsrang 45804
Preis: 19,90 EUR (Versandkostenfrei, Lieferbedingungen s.u.)
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Er gehört zu den letzten Veteranen, die die entscheidenden Stationen der jüngeren deutschen Geschichte aus eigener Anschauung kennen, weil sie sie selbst durchlaufen und in verantwortlicher Funktion auch entscheidend mitgestaltet haben. Er erlebte als Jugendlicher die Machtergreifung Adolf Hitlers, als Soldat die Schrecken des Zweiten Weltkriegs und die deutsche Teilung, als Politiker den Kalten Krieg, die Integration Deutschlands in das westliche Bündnis und die Europäische Union, als Staatsoberhaupt die Wiedervereinigung sowie als Elder Statesman das mühsame Zusammenwachsens von Ost und West. Jetzt hat Richard von Weizsäcker pünktlich zum 60. Jubiläum der Bundesrepublik Deutschland seine politischen Memoiren vorgelegt. Nicht umsonst überschrieben mit dem Titel Der Weg zur Einheit ? markiert dieses epochale Ereignis doch vor allem für Menschen seiner Generation die einschneidende Zäsur in ihrem Leben. Schon beinahe vergessen, wird einem bei der Lektüre des Buches wieder so richtig bewusst, warum der bekennende und praktizierende protestantische Preuße Weizsäcker zu recht als Grenzgänger gilt, geschätzt für seine ausgeprägten mediatorischen Fähigkeiten. So unterstützte er gegen den erbitterten Widerstand seiner Partei die Entspannungspolitik Willy Brandts, suchte den Kontakt mit der studentischen Protestbewegung und engagierte sich als während seiner Amtszeit als überparteilicher Brückenbauer. In seinem Buch bricht er im zwanzigsten Jahr nach der Wiedervereinigung eine Lanze für die Menschen aus der ehemaligen DDR, die in Form von Diktatur und Unterdrückung die Hauptlast nach der Nazizeit zu schultern gehabt hätten und ohne deren Mut es in absehbarer Zeit wohl niemals zur Wende gekommen wäre. Ein gleichermaßen nachdenkliches wie kluges Buch, ausgewogen wie es dem Naturell des wohl beliebtesten Bundespräsident aller Zeiten entspricht, darüber hinaus ein Beitrag gegen die allgemeine Geschichtsvergessenheit, die er in seiner Amtszeit stets kritisierte. ? Arnold Abstreiter


Leserbewertungen:
Durchschnitt: 5.0 von 5 möglichen Punkten (insgesamt 14 Bewertungen)

Leserkommentare:*
Der Weg zur Einheit, Weizsäcker (5 von 5 Punkten) meint H.T.
Das Buch ist sachlich, kritisch mit sehr gutem Hintergrundwissen geschrieben, für die deutsche Nachkriegsgeschichte sehr zu empfehlen

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Die Sternstunden der Deutschen - Guido Knopp
Buch:Die Sternstunden der Deutschen
Autor:Guido Knopp, Ausgabe vom 11. Sept. 2009, Gebunden, Verkaufsrang 34589
Preis: 19,95 EUR (Versandkostenfrei, Lieferbedingungen s.u.)
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Die Krönung Kaiser Karls des Großen, die Erfindung des Aspirins oder die Einführung der Krankenversicherung - aus über tausend Jahren deutscher Geschichte sind hier einhundert Wegmarken der Deutschen kaleidoskopartig in einem Buch versammelt. Zwischen zwei und sechs Seiten nehmen die einzelnen Sternstunden ein - es sind ausschließlich positiv belegte Ereignisse versammelt; den Abschluss bildet von Donnersmarcks Auszeichnung mit dem Oscar für seinen Film Das Leben der Anderen im Jahr 2007. Der Autor Professor Knopp, Leiter des ZDF-Programmbereichs Zeitgeschichte, wäre nicht der Fernsehmann, der er ist, hätte er nicht neben klaren und eingängigen Texten wunderbares Bildmaterial zusammengetragen. Doch schöne Bilder hin oder her: Sei es Schindlers Liste, Die Heimkehr der Zehntausend (aus russischer Kriegsgefangenschaft) oder Die Rückkehr des Saarlands zu Deutschland - die Auswahl der Themen zeigt schon auf den ersten Blick, dass auch dunkle und dunkelste Kapitel deutscher Geschichte ihren Platz in diesem Band haben. Bei aller Kompaktheit der Darstellung ist Knopp um Ausgewogenheit und ein differenziertes Bild bemüht. Das gilt gleichermaßen für die Geschichte der Deutschen insgesamt als auch für jede einzelne der aufgeführten Einzelgeschichten ? von denen übrigens eine der Gründung der emanzipatorischen Zeitschrift Emma gewidmet ist. Fazit: Was kaum eine historische Darstellung schafft, gelingt Knopp in Minuten: Schon nach kurzem Blättern stellt sich beim Leser ein Staunen über die Vielfalt und die Brüche der deutschen Geschichte ein. -Carsten Hansen, Literaturtest


Leserbewertungen:
Durchschnitt: 4.5 von 5 möglichen Punkten (insgesamt 2 Bewertungen)

Leserkommentare:*
Einfach super zum Lesen!!! (5 von 5 Punkten) meint P. aus Stuttgart
Ich muss sagen das Buch ist einfach super habe mir auch alle Teile im Fernsehen angschaut und muss echt sagen das Buch gibt es toll wieder von 800 bis 2009 von Karl dem Großen bis WM 2006 und leider auch die Dunkeln Seiten von Deutschland mit Hitler aber auch die ganzen Guten Seiten von Deutschland.Zum Empfehlen!!!

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Heimat aus dem Koffer: Vom Leben nach Flucht und Vertreibung - Hilke Lorenz
Buch:Heimat aus dem Koffer: Vom Leben nach Flucht und Vertreibung
Autor:Hilke Lorenz, Ausgabe vom 1. Sept. 2009, Gebunden, Verkaufsrang 4788
Preis: 19,90 EUR (Versandkostenfrei, Lieferbedingungen s.u.)
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Bereits im Vorwort macht Hilke Lorenz deutlich, wie vermint und tabuisiert das Thema noch immer ist. Bund der Vertriebenen, Erika Steinbach, Trachtenaufmärsche und Brauchtum, steinerne Mienen, Besitzansprüche. Namen und Begrifflichkeiten, die nicht gerade in die Moderne weisen. Wer sich also des Schicksals der Vertriebenen annimmt, gerät leicht in Gefahr, den Eishauch des Ewiggestrigen, gar des Geschichtsrevanchisten zu verströmen. Fragen nach Kriegsschuld und Sühne, nach Ursache und Wirkung hängen bleischwer im Raum. Nicht so für Hilke Lorenz. Nach Kriegskinder und Weiterleben, als sei nichts gewesen? ist dies der dritte Versuch der Stuttgarter Journalistin, Aufklärung durch Erinnerungskultur zu etablieren. Stellvertretend für die 14 Millionen Menschen, die die Ostgebiete zwischen 1944 und 1946 durch Flucht oder Vertreibung verlassen mussten (geschätzte 2 Millionen kamen dabei ums Leben), verfolgt Hilke Lorenz zehn Schicksalsstränge, inklusive dem ihrer eigenen schlesischen Familie, die es auf die Schwäbische Alb verschlug. Herausgekommen sind Fallbeispiele bodenloser Abstürze in Heimatlosigkeit und Selbstnegation. Was alle einte, war das Gefühl von Fremdheit, Feindseligkeit und Ausgrenzung durch die eigenen Landsleute. So am Beispiel des Flüchtlingsmädchens Charlotte, die beim Abschlussball der Tanzschule "den Tanzpartner abbekam, mit dem keine andere tanzen wollte?. Noch heute erinnert sich die 75-Jährige an das schnell erlernte "Lügen und Portionieren der Wahrheit?, wenn sie nach ihrer Herkunft befragt wurde. Die Vertriebenen waren gleichwohl doppelt gestraft: Aus dem Osten geflohen, sahen sie sich bald als lästiger Stachel im Fleische eines sich bereits in der Verdrängungsphase behaglich machenden Westens. Neben allen tragischen Aspekten vollführen Hilke Lorenz? reportagehafte Essays auch einen durchaus farbenfrohen Zeitsprung in die Anfänge der Wirtschaftswunderrepublik und ihres Wiederaufbaus. Die neuerliche Tragik hierbei: Ausgerechnet in der umtriebigen Boomzeit der sogenannten Goldenen Fünfziger wollte man für Kriegsopfer, verlorene Ostgebiete und Vertriebene nur wenig Interesse aufbringen. Hilke Lorenz hat diesen Mangel behoben. Hier hat keine Funktionärin der Vertriebenenverbände gesprochen. Hier wurden nur gebrochene Biografien dokumentiert. Ohne zu klagen - oder gar einzuklagen. Das muss möglich sein. ?Ravi Unger
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Leserbewertungen:
Durchschnitt: 5.0 von 5 möglichen Punkten (insgesamt 2 Bewertungen)

Leserkommentare:*
Einfühlsame Porträts (5 von 5 Punkten) meint T.F. aus Stuttgart
Hilke Lorenz hat mit diesem Buch ein einmaliges Zeugnis zur seelischen Befindlichkeit der Vertriebenen geschrieben. Die geschichtlichen Abläufe der Vertreibung aus den deutschen Ostgebieten kommen in ihrem Buch nur am Rande vor - sie schaut vielmehr auf den einzelnen Menschen und fragt, was die Vertreibung mit ihm gemacht hat. Die Antworten sind ebenso erstaunlich wie erschütternd: Hilke Lorenz zeigt, wie diese wenigen Wochen der Flucht den Menschen sein ganzes Leben lang prägen, wie sich das Trauma oft sogar in die zweite Generation hinein fortpflanzt. Der Autorin gelingen überaus sensible und tiefschürfende Einblicke in die Seelenlandschaft der Vertriebenen. Aus subtilen Zeichen, aus kleinen Gesten und unscheinbaren Überresten liest Hilke Lorenz zutiefst berührende Lebensgeschichten. Dieses Buch erzählt deshalb mehr über die tiefen Verletzungen und über die gefühlte Heimatlosigkeit der Vertriebenen als jede historische Abhandlung. Und es würdigt die Leistung der Vertriebenen, sich trotz allem in die deutsche Gesellschaft integriert zu haben, auf sehr menschliche Art. Diese Buch bewegt sich auf der Grenzlinie zwischen Psychologie und Geschichte und ist gerade deshalb so einzigartig. Respekt vor dieser Leistung.

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"Mein Kriegsende" - Zeitzeugen aus Niedersachsen erinnern sich - Angela Kröger, Kurt Behrendorf, Otto Bleeck
Buch:"Mein Kriegsende" - Zeitzeugen aus Niedersachsen erinnern sich
Autor:Angela Kröger, Kurt Behrendorf, Otto Bleeck, Ausgabe vom 6. April 2005, Gebunden, Verkaufsrang 3287
Preis: 4,99 EUR (Versandkostenfrei, Lieferbedingungen s.u.)
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äAllen 30 Berichten über das Kriegsende merkt man deutlich an, wie präsent der Zusammenbruch des Nationalsozialismus heute noch in den Köpfen der Zeitzeugen ist. Die sehr persönlichen Geschichten sind mit vielen Fotos aus privaten Alben ergänzt: sie zeigen, wie Menschen in den Trümmern nach Überresten ihrer Häuser suchen, wie sich britische und deutsche Soldaten bis zur letzten Minute Gefechte liefern oder wie sich wiedergefundene Familienmitglieder glücklich in den Armen liegen. Als der NDR in Niedersachsen seine Zuschauer und Zuhörer aufrief, ihre ganz persönlichen Erlebnisse aufzuschreiben, kamen kurze handgeschriebene Manuskripte an, ganze Lebensläufe oder seitenlange, maschinengetippte Berichte. Die daraus entstandene Sammlung äMein Kriegsende" ist so packend und hautnah erzählt, wie es kaum ein Geschichtsbuch leisten könnte."

Leserbewertungen:
Durchschnitt: 4.5 von 5 möglichen Punkten (insgesamt 2 Bewertungen)

Leserkommentare:*
Unglaublich packend (5 von 5 Punkten) meint .
Das Buch ist unglaublich packend, ich hätte es am liebsten in einem Stück gelesen! Diejenigen, die das Kriegsende erlebt haben, berichten hautnah von ihren Erlebnissen - von dramatisch bis heiter.
Leider ist die Anzahl der Geschichten auf rund 30 beschränkt, da hätten es gerne noch mehr sein können!
Zu den Geschichten gibt es zahlreiche Fotos aus der Kriegszeit, die die einzelnen Passagen noch deutlicher wirken lassen. Am Ende einer jeden Geschichte ist ein aktuelles Bild des- bzw. derjenigen, die diese Geschichte erlebt hat - eine schöne Idee!
Ich kann "Mein Kriegsende" nur weiterempfehlen!

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Vom Kriege - Carl von Clausewitz
Buch:Vom Kriege
Autor:Carl von Clausewitz, Ausgabe vom 12. Nov. 2008, Gebunden, Verkaufsrang 2897
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Vom Kriege gilt als das bedeutendste Werk, das jemals über die Kriegsführung verfaßt wurde. Seinen Rang verdankt es insbesondere den ersten Kapiteln, in denen Clausewitz eine allgemeine Wesensbestimmung des Krieges vornimmt. In seinen Kernaussagen, wie der These vom politischen Charakter des Krieges, von seiner Doppelnatur als traditionellem und revolutionärem Krieg und seiner Bestimmung als Gewaltakt, der der Erfüllung des eigenen Willens dient, reicht sein Ansatz weit über den militärischen Bereich hinaus. Clausewitz berühmtes Postulat vom "Krieg als bloße Fortsetzung der Politik mit anderen Mitteln" ist längst zum Gemeinplatz mutiert; viel gelesen, oft zitiert, aber selten verstanden. Clausewitz hat das Primat der Politik theoretisch begründet; hat Ziel, Mittel und Zweck des Krieges als Instrument der Politik definiert: "Der Krieg ist ein Akt der Gewalt um den Gegner zur Erfüllung unseres Willens zu zwingen". Es gilt, "den Gegner niederzuwerfen und dadurch zu jedem fernern Widerstand unfähig zu machen". Eine Politik, die sich dem Mittel des Krieges verweigert, kann folglich nicht erfolgreich sein, da sie erpreßbar ist. Aber der Krieg sollte immer die Ultima ratio der Politik sein. Denn - so Clausewitz - er ist eine grausame und blutige Angelegenheit, und ein Erfolg setzt den unbedingten Willen zum Sieg voraus. "Nun könnten menschenfreundliche Seelen sich leicht denken, es gäbe ein künstliches Niederwerfen des Gegners ohne zu viel Wunden zu verursachen. Wie gut sich das auch ausnimmt, so muß man doch diesen Irrtum zerstören, denn in so gefährlichen Dingen, wie der Krieg eins ist, sind die Irrtümmer, welche aus Gutmütigkeit entstehen, grade die schlimmste". Einen "sauberen Krieg" gibt es nur in den Hirnen der PR-Strategen. -Stephan Fingerle


Leserbewertungen:
Durchschnitt: 4.5 von 5 möglichen Punkten (insgesamt 25 Bewertungen)

Leserkommentare:*
Nur für Eingeweihte (5 von 5 Punkten) meint G.G. aus Torgelow
Es ist ein tolles Buch. Wer allerdings nicht in der Materie steckt wird nach den ersten Seiten aufgeben.

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